Zum Tod der aegyptischen Soldaten


Die NZZ bleibt ihrer anti-israelischen Haltung treu und berichtet fast ausschliesslich ueber die Verstimmung zwischen Aegypten und Israel. Ueber die toedliche Salve von gestern abend auf Beer Sheva kann ich dagegen keine Nachricht finden.

Vielleicht sollten wir ein bisschen zusammenfassen, was bisher zu diesem Vorfall bekannt ist:

Die Terroristen, die am Donnerstag bei Eilat Zivilisten toeteten, kamen aus dem Sinai, also aus aegyptischem Territorium. Sie fuehrten ihren Anschlag am hellichten Tag in unmittelbarer Naehe eines aegyptischen Grenzposten durch. Das war einer der Gruende, warum die IDF von diesem Anschlag ueberrascht wurde, obwohl ihr deutliche Warnungen vorlagen. Die Vorstellung, dass die Terroristen unter den Augen der aegyptischen Armee agieren koennten, wurde nicht in Betracht gezogen.

Laut einem Augenzeugen trug mindestens ein Terrorist eine aegyptische Armeeuniform. Ob das zutrifft, wird sich in Kuerze erweisen.

Weiter wurde gestern abend im Fernsehen berichtet, dass die Terroristen Sprengladungen auf der aegyptischen Seite der Grenze angebracht haetten, um israelische Soldaten an der Verfolgung zu hindern. Moeglicherweise seien aegyptische Soldaten auch dadurch um’s Leben gekommen.

Die aegyptische Version ist, dass die Grenzpolizisten in einem Schussgefecht zwischen den Israelis und den Terroristen durch israelische Kugeln getoetet worden seien. Vor einer Autopsie der Toten kann eine so eindeutige Schuldzuweisung eigentlich nur durch anti-israelische Ressentiments begruendet werden.

Update 24.08.11

Meine Vermutung, dass ein Teil der toten Aegypter Terroristen waren, verdichet sich. Siehe auch Elder of Ziyon samt Kommentaren

7 Antworten

  1. Dass die Medien in Deutschland die aegyptische Version wiedergeben, wundert einen auch nicht. Gipfelpunkt der Unverschaemtheit ist wohl Peter Muenchs Kommentar in der Sueddeutschen.

    Ich hoffe, bei Euch ist Ruhe eingekehrt, und Deine Maedchen sind sicher und fuehlen sich auch so.

  2. Schoen, von Dir zu hoeren, Lila! Wie weit seid Ihr mit dem Umzug?

    Die Maedchen sind in der Schweiz im Ferienlager und bekommen hoffentlich keine Nachrichten aus Israel mit.

    In Beer Sheva war es bisher ruhig, im Gegensatz zu Ashkelon…

    Faellt Dir auch auf, dass die Zahl der getoeteten Soldaten/Polizisten staendig zwischen 2 und 5 oszilliert? Mein Verdacht ist, dass zwei oder drei der Toten entweder Terroristen in aegyptischer Uniform sind oder aegyptische Soldaten, die sich am Terrorangriff beteiligt haben. Dazu wuerde passen, dass die Aegypter anfangs zu Protokoll gaben, dass sie selber zwei Terroristen getoetet haetten.

  3. Richtig, aber noch bevor die Informationen geprüft sind, verlangen die Ägypter eine Entschuldigung. Sind wir denn im Kindergarten? Die Türken, die munter kurdische Zivilisten morden, verlangen eine Entschuldigung dafür, daß ihre Terror-Sympathisanten sich partout in Gefahr begeben wollten. die Ägypter, die offensichtlich die Kontrolle über den Sinai längst verloren haben und die vor Haß auf Israel nur so beben, verlangen eine Entschuldigung dafür, daß ihre Grenzschützer die Grenze nicht geschützt haben.

    Verkehrte Welt. Da krieg ich so nen Hals👿

    Gut, daß die Mädchen in der Schweiz sind. Meine Söhne sind beide im Süden. Nach einer größeren Sache a la Gegossenes Blei sieht es ja im Moment nicht aus. Wie kann man diese gewaltberauschten Großmäuler zur Raison bringen? Die Desinformation der internationalen Medien und die Liebedienerei der internationalen Organisationen macht die Situation ja nur noch schlimmer.

    Ich hatte für ein paar schlimme Stunden Angst, daß es nun rundherum losgeht. Gut, daß es nicht so weit gekommen ist. Aber ich hab ein mieses Gefühl.

    Wieder einmal stehen wir ziemlich allein.

    Der Umzug war ein Albtraum, dafür wohnen wir jetzt aber sehr schön und haben zum ersten Mal in unserer Karriere als Familie so richtig viel Platz. Das Haus ist nicht neu und ein bißchen schäbig, aber die alten Bäume drumherum entschädigen mich dafür. Außerdem sind Y. und ich beide Im-Haus-Brassler und können uns hier so richtig austoben.

    Ich seh die Grenze zum Libanon. Nur vier Kilometer. Ich mag Grenzen, auch das Gedankenspiel: was, wenn sie aufgeht? Das wäre schön. Leider sieht es gar nicht danach aus, daß das je passiert. Es könnte so schön sein in dieser Weltgegend, wenn die anderen sich einfach dazu durchringen könnten, Israel zu akzeptieren…

  4. Da hast Du bestimmt mindestens eine schlaflose Nacht gehabt, Lila! Im Moment sieht es wirklich so aus, als wuerde Israel nichts Groesseres unternehmen. Ich hoffe, dass das kein Fehler ist. Das Militaerregime in Aegypten ist noch halbwegs rational, aber wenn nach den Wahlen im November die Muslimbruderschaft eine wichtige Rolle spielt, dann koennte es gut sein, dass keine groessere Aktion gegen Hamas mehr moeglich ist, ohne einen Krieg mit Aegypten zu riskieren.

  5. Ich bin in Gedanken bei dir, Ruth und hoffe wirklich, dass es bei euch bleibt.

    Liebe Lila, schön von dir zu hören, ich hoffe bald wieder mehr.

  6. Ich sehe, daß die deutschen Medien die Pointe dieses Angriffs im Süden nicht begriffen haben und sie nicht erwähnen. Nämlich, daß der Angriff zumindest teilweise von ägyptischen Staatsbürgern begangen wurde, die von ägyptischem Gebiet kamen und das unter den Augen der ägyptischen Soldaten. Der Ort des Angriffs nämlich liegt ganz nah an einem Posten der ägyptischen Armee. Es ist nicht denkbar, daß die Soldaten nicht sahen, was vorging.

    Außerdem waren einige von ihnen in ägyptische Uniformen gekleidet.

    Die israelische Regierung hat aus Rücksicht auf die fragilen Beziehungen zu Ägypten beschlossen, auf diesen Punkten nicht herumzureiten. Vertreter der israelischen Armee haben das in Kairo aber deutlich erklärt.

    Daß die deutschen Medien diese wichtigen Punkte, die zu einem Verständnis der Reaktion Israels führen könnten, systematisch verschweigen, ist nicht überraschend, aber moralisch gesehen schlicht widerwärtig, weil verleumderisch.

    Und es kann nicht sein, daß die deutschen Journalisten das alles nciht wissen. Es steht ja in Haaretz,

    http://www.haaretz.com/print-edition/news/israeli-bus-driver-recounts-long-minutes-of-terror-attack-1.379444

    und diese Zeitung lesen sie doch alle eifrig.

    Es ist eindeutig, daß die Terroristen Helfershelfer auf ägyptischem Boden hatten. Wer nicht zulassen will, daß Israel sich auf einen so massiven Angriff hin gezielt verteidigt, spricht uns das Existenzrecht ab. Was ja ebenfalls nichts Neues ist.

  7. Nicht nur die ägyptischen „Sicherheitskräfte“ sind Helfershelfer der Terroristen, sondern auch und gerade die deutschen Journalisten … es ist zum Heulen!

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