Eine palaestinensische Luege am Rand


Von einem Freund bin ich darauf aufmerksam gemacht worden: Vor allem in Oesterreich berichten die Medien, dass Israel eine pal. Trauerfeier beschossen habe.

In den israelischen Nachrichten war nie von einem Schussgefecht an der Grenze zum Gazastreifen die Rede. Ich gehe daher davon aus, dass die Erklaerung einfacher ist.

So liest sich das im Standard:

Verletzte bei Bestattung

Tausende Palästinenser nahmen am Samstag an der Beisetzung von zwölf Opfern der Luftangriffe teil. Sie forderten in Sprechchören Rache und schossen mit automatischen Waffen in die Luft. Nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen eröffneten israelische Soldaten während einer Beerdigung nahe der Grenze zu Israel das Feuer auf die Trauergäste. Vier Menschen seien dabei verletzt worden.

Wenn bei einer Trauerfeier mit automatischen Waffen in die Luft geschossen wird, dann ist damit zu rechnen, dass die herabfallenden Kugeln Menschen verletzten koennen. Die Pressekorrespondenten im Gazastreifen sind Palaestinenser, die entweder mit Hamas sympathisieren oder sich mit ihr gut stellen muessen. Da macht es sich doch viel besser, Israel zu beschuldigen, vor allem, da sich fuer Greuelmaerchen in der Regel dankbare Abnehmer finden.

Zu den Toten im Gazastreifen: Von 17 Getoeteten waren 16 eindeutig Terroristen. Der 14-Jaehrige Junge, der nach pal. Angaben ebenfalls um’s Leben kam, mag sich einem Raketenabschuss-Team angeschlossen haben oder er war tatsaechlich auf dem Schulweg und das Raktenabschuss-Team kuemmerte sich einen Dreck um etwaige Jugendlich in ihrer Umgebung. Die potentiellen Opfer von zu kurz geratenen Raketenabschuessen kuemmern sie ja auch nicht.

Wie Elder of Ziyon aktuell beobachtet: Nur im Fall von Israel berichten die Medien ueber Tote, als seien es Zivilisten gewesen. Bei anderen kriegerischen Konflikten wird deutlich gemacht, dass es sich um Kombattanten handelt.

Elder of Ziyon ist dieser Luege gruendlicher nachgegangen und kommt zum selben Ergebnis.

Update vom 13.03.12: Zwei Tage danach sieht es so aus, als habe es tatsaechlich israelische Schuesse gegeben, auf Palaestinenser, die eine Beerdigung zum Anlass nahmen, um einen israelischen Wachtposten mit Steinwuerfen anzugreifen. Aus dem Text geht nicht hervor, wann der Vorfall stattgefunden haben soll. Moeglicherweise wurden die Warnschuesse provoziert, um im Nachhinein die Geschichte von den Schuessen auf eine Beerdigungsfeier zu rechtfertigen.

5 Antworten

  1. Liebe Ruth, mir scheint Deine Erklärung plausibel. Interessant ist, dass nur APA (mein jetziger Stand) diese Beschuss-Version verbreitet. Vielleicht handelt es sich auch einfach um eine weitere Pallywood– Geschichte (http://de.wikipedia.org/wiki/Pallywood)?

  2. Urs,
    wenn Du auf den zuletzt stehenden Link von Elder of Ziyon gehst, findest Du, dass diese Geschichte von pal. Journalisten via Twitter verbreitet wurden. Ausser APA scheint auch AFP angebissen zu haben.
    Pallywood = Propaganda ist es auf jeden Fall, ob nun Menschen durch herabfallende Kugeln verletzt wurden oder nicht.

  3. Liebe Ruth, Besten Dank für Deinen zusätzlichen Hinweis.

  4. […] einer Beerdigung geschossen und 4 verletzt. Das habe ich als Märchen bezeichnet. Beer7 ist der gleichen Meinung und erklärt, wie die Lüge zustande gekommen sein […]

  5. […] Beer7s Verdacht hat sich bestätigt: Der Montag bei einer Beerdigung getötete Araberjunge ist durch Querschläger der „Trauerschüsse“ abgebenden Araber getötet worden. Und dann gleich noch zwei tote Araber, über die sich niemand aufregt, weil sie von den Arabern selbst bei „Trauerschüssen“ auf Beerdigungen das Leben verloren. […]

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