Und wieder Luegen um ein totes Kind


In den westlichen Medien wird kaum ueber die Energiekrise im Gazastreifen berichtet, aber Elder of Ziyon hat einen guten AP Artikel in der New York Times gefunden:

Hamas versucht seit Wochen, Aegypten dazu zu zwingen, dem Gazastreifen Treibstoff weit unter dem Marktpreis und direkt via den Uebergang von Rafah zu liefern. Israel ist bereit, Treibstoff zu liefern, aber vor einem guten Jahr beschloss Hamas, keine Lieferungen aus Israel anzunehmen und sich stattdessen lieber auf geschmuggelten Treibstoff aus Aegypten zu verlassen. Aegypten hat aber selber einen Engpass und vor allem sieht der Staat nicht ein, warum subventionierter Treibstoff Hamas zugute kommen sollte, die darauf kraeftig Steuern erhebt. Aegypten will auch nicht direkt liefern, sondern nur via den israelischen Uebergang Keren Shalom, damit ja niemand auf die Idee komme, dass Israel nicht die gesamte Verantwortung fuer den Gazastreifen uebernehmen muesse. Die Notlage der Zivilbevoelkerung im Gazastreifen ist sowohl fuer Hamas wie auch fuer Aegypten nur eine Karte in ihrem Machtpoker.

Da diese Karte bisher nicht sticht, zaubert Hamas ein As aus dem Aermel, das von Ha’aretz natuerlich auch glaeubig weiterberichtet wird: Ein kleines Baby, das beatmet werden musste, sei gestorben, weil Israel die Treibstofflieferung zu spaet durchgelassen habe und die Beatmungsmaschine zum Stillstand gekommen sei.

Zu meiner Ueberraschung glauben nicht einmal die Kommentatoren bei Ha’aretz an diese Geschichte.

Und natuerlich ist sie nicht wahr: Das arme Kind war mit einer Krankheit geboren, die ihm nur wenige Monate Lebenszeit liess. Es starb am oder vor dem 4. Maerz. Ob sein Tod irgendetwas mit der Energiekrise im Gazastreifen zu tun hatte, kann nicht verifiziert werden. Die Eltern und ein Hamasfunktionaer im Gesundheitswesen luegen weiter, der Tod sei erst am 23. Maerz eingetreten trotz der Todesnachricht, die am 4. Maerz veroeffentlicht wurde.

Nur drei Wochen spaeter liest man auch in der WELT, wie Hamas die eigene Bevoelkerung als Geisel nimmt. Danke, Michael Borgstede, fuer einen soliden Artikel.

4 Antworten

  1. Also Ruth,
    ich verstehe wirklich Deine Aufregung nicht. Jede Meldung ist richtig und wichtig, wenn sie denn der „guten Sache “ dient. Dann sind alle Mittel erlaubt. Das Du das nicht verstehen kannst?

    Im Ernst! (Aber bleibt uns denn mehr als Zynismus bei solchen infamen Lügen?)

    KARAMBA MIR KOCHT DER BLUT,
    wenn ich solche Meldungen höre. Immer wieder die gleiche Lügenpropaganda. Gefälschte Fotos, gefälschte Fernsehdokumentationen, gefälschte Tatsachenmeldungen und das Allerschlimmste, niemand (außer uns kleine Handvoll Blogger), der sich darüber aufregt. Es will nicht in meinen Schädel rein, dass die Palästinenser immer und immer wieder mit ihren Lügenmärchen durchkommen und an der Propagandafront einen Sieg nach dem anderen erzielen.

    Israel darf nicht nachlassen, mit allen verfügbaren Mitteln dagegen vorzugehen.
    Kann man im Einzelfall nicht auch mal eine Agentur, eine Zeitung, deswegen gerichtlich belangen oder den Abdruck eines Widerrufs erzwingen?
    Israel muss „aus allen Rohren zurückschießen“. Es darf nicht darauf vertrauen, dass sich die Wahrheit schon durchsetzen werde. Sie setzt sich nicht durch, sonst würde es auch keine Holocaustleugner mehr geben.

  2. OT Vor lauter Aufregung habe ich noch was vergessen.
    Ruth, wie geht es Deinem Vater. Er steht auf meinem Fürbittzettel, den ich fast jeden Tag an der Grotte von Lourdes niederlege.
    LG Paul

  3. Vielen Dank Paul, es geht ihm durchwachsen. Er ist nach Hause gekommen, und die Aerzte machen ihm Hoffnung, dass er seine Beine wieder wird bewegen koennen. Aber er braucht aber viel Geduld und muss Uebungen machen. Die Pflege ist nicht leicht fuer meine Mutter, obwohl morgens und abends jemand von der Sozialstation kommt.

  4. Liebe Grüße und eine fortschreitende Verbesserung der Gesundheit für Deinen Vater. Deiner Mutter viel Kraft und Geduld. Für Beide Gottes Segen.
    Dein Vater bleibt auf dem Fürbittzettel und Deine Mutter wird hinzugefügt.
    LG Paul

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