Die WELT faellt auf Richard Silverstein herein


US-Blogger enthüllt angeblichen Kriegsplan Israels

Silverstein ist für Berichte über israelische Sicherheitspolitik bekannt.

schreibt die WELT und suggeriert so eine gewisse Glaubwuerdigkeit. In dieser Formulierung ist der Satz auch nicht falsch. Die relevante Frage waere allerdings, ob Silverstein schon durch Berichte aufgefallen ist, die sich im Anschluss als richtig herausstellten. Und das ist eine Fehlanzeige: Richard Silverstein spezialisierst sich auf anti-israelische Legendenbildung, wie z.B. dass Arafat von Israel mit Polonium vergiftet worden sei. Oder auch die Enthuellung, dass Israel nur vorgibt, Homosexuellen gegenueber tolerant zu sein, um ungehindert die Palaestinenser unterdruecken zu koennen.

Wie Elder of Ziyon ohne grosse Muehe ergoogelte, hat Silverstein einfach einen Beitrag in einem israelischen Diskussionsforum ins Englische uebersetzt und als angeblichen Kriegsplan, der ihm aus Regierungskreisen zugespielt wurde, ausgegeben.

Update: Das Forum, aus dem der originale Text stammt hat, inzwischen auf Hebraeisch und Englisch Stellung bezogen.

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3 Antworten

  1. Die WELT ist nicht alleine – auch die BBC geht denselben Weg:
    http://honestreporting.com/israel-daily-news-stream-08162012/

  2. Aber, aber, liebe Ruth, wer wird denn so genau sein.
    Hauptsache ist doch, es geht gegen Israel und dient den Palästinensern.
    Perfektioniert wird es noch durch den jüdisch klingenden Namen Silverstein. Bei vielen Menschen erhält es dadurch noch den Anschein von Authentizität.

    Das ist Propagandakrieg vom Feinsten!

  3. Hmm. Was machen ‚Qualitätsjournalisten‘ (lol!) eigentlich so den lieben langen Tag über?
    .
    Am besten finde ich ja, daß EoZ einfach nur googlen (!) mußte, um der Fakemeldung auf die Spur zu kommen. Einfacher geht es wohl nicht!
    Und er hat das herausgefunden, obwohl er gar kein Hebräisch kann, so wie ich es seinem Artikel zufolge verstanden habe.
    Siehe da, auch das geht.
    Aus beruflichen Gründen bewege ich mich häufiger auf chinesischen Internetseiten (Wareneinkauf etc.); mit dem Googleübersetzer geht das richtig gut.
    Wenn also ich (und der Elder sowieso) das kann, dann muß das doch für einen ‚Qualitätsjournalisten‘ (hach, ich liebe dieses herrlich blöde Wort! Diese Schwachmaten bezeichnen sich ja tatsächlich selber so) die leichteste Übung sein.
    .
    Aber da ist es wohl so, wie Paul es sagt: Hauptsache, es geht gegen Israel und dient den Palästinensern.

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