Hamas erstarkt


Gazaland erhielt gestern den ersten Staatsbesuch, den Scheich von Qatar.

Dementsprechend wurden Willkommensschilder aufgestellt,

der rote Teppich ausgerollt,

und Kinder hielten Luftballons:

Etwas weniger international ist der Brauch, vor dem Gast und zu seinen Ehren Schafe zu schlachten:

(Hattip: Elder of Ziyon)

Ein Feuerwerk durfte auch nicht fehlen: Total number of rockets fired from Gaza rises to 80. Bilder davon finden sich ebenfalls bei Elder of Ziyon.

Drei Gastarbeiter in der Landwirtschaft wurden verletzt, zwei davon schwer. Diese Rakete fiel offensichtlich in einen Huehnerstall. Die Opfer unter den Huehnern wurden nicht gezaehlt. Durch eine andere Rakete wurde eine Frau leicht verletzt.

Bei dieser Gelegenheit moechte ich die Abstufung der Verletzungen, wie sie in Israel ueblich ist, wiederholen:

lebensgefaehrlich – wird meistens nur als Umschreibung fuer “noch nicht klinisch tot” verwendet. Wenn jemand eine solche Verletzung lebend uebersteht, spricht man von einem Wunder.
schwer – fuer alle Verwundungen, die zwar lebensgefaehrlich sind, aber eine reale Chance zum Ueberleben beinhalten.
mittel – Verletzungen, die das Leben nicht bedrohen, aber bleibende Schaeden nach sich ziehen, die den Betroffenen daran hindern, je wieder ein ganz normales Leben zu fuehren. (Verluste von Gliedmassen, Laehmung, Erblindung, Hoerverlust etc.)
leicht – alle anderen physischen Verletzungen. Vom Verlust eines Auges, Fingern oder der Hoerfaehigkeit in einem Ohr bis zur Schnittwunde
Schock – jede nicht physische Verletzung. Menschen, die solche Traumata erlebt haben, koennen oft ueber Jahre hinweg nicht normal leben.

Die israelische Armee reagiert mit gezielten Luftangriffen. Drei Terroristen wurden getoetet, waehrend sie eine Raketen zuenden wollten.

Hamas beschwert sich, dass Israel ihnen damit die Freude am Staatsbesuch vermiesen moechte.

Spass beiseite: Wie Barry Rubin voellig richtig analysiert, fuehlt sich Hamas mit der Regierung der Muslimbruderschaft in Aegypten staerker. Der Staatsbesuch duerfte ebenfalls dazu beigetragen haben.

3 Antworten

  1. Liebe Ruth (so heißt Du doch, stimmst?),
    habe vorhin bei Debka gelesen, daß heute nacht oder morgen wieder Raketen bei Euch eingeschlagen sind.
    Ich weiß, es nützt nichts, aber ich wünsche Dir, Deiner Familie und allen die dort wohnen, alles Gute und hoffe, daß niemandem etwas zugestoßen ist!!
    Ich wohne hier im sicheren Berlin und kann mir daher den Schrecken nur entfernt vorstellen, weiß also nicht was es bedeutet.
    Ich finde es abgrundtief beschämend, wie man Euch, wie man Israel Tag auf Tag auf’s neue verrät und vor dieser wilden Meute im Stich läßt. Wir sind eine Familie, gehören zusammen und müssen einander beistehen.
    Das was die Araber mit Israel machen, und es immer wieder auf’s neue versuchen, ist dasselbe was die sieben türkischen Jugendlichen vor kurzem mit dem Jungen hier am Alexanderplatz gemacht haben. Und der Westen schaut teilnahmslos zu.
    Meiner Meinung nach könnte man den Terror sehr schnell und kurzfristig abstellen, wenn man denn nur wollte.
    Ich bin zwar nicht religiös, aber ich „bete“ dafür, daß Ruhe einkehrt und Ihr in Frieden leben könnt, genau so wie ich hier.
    Nächstes Jahr im Sommer oder im Herbst, wenn ich meinen alten, aber bald wieder sehr schicken Mini Cooper fertigrestauriert habe, möchte ich runterfahren und mit der Fähre von Italien rübersetzen und ein paar Wochen in Israel herumfahren. Die „Jungfernreise“ soll nach Israel gehen. Ich war noch nie dort. Diesen Plan hege ich schon seit einigen Jahren und freue mich schon riesig darauf!
    Haltet bitte die Ohren steif und laßt Euch nicht unterkriegen!!
    Ich mag Israel, weil es für mich so eine Art Symbol des Guten geworden ist. Ihr seid für mich ein Hoffnungsschimmer, ein persönlicher Ansporn. Ich bin froh, daß es Euch gibt!!
    Sven

  2. Danke fuer die guten Wuensche, Dieter,
    die Raketen schlugen in offenem Gelaende ein und richteten keinen Schaden an.
    Die Kinder haben wieder einmal raketenfrei und freuen sich gar nicht darueber. „Ich habe zwei Wochen diesen Tanz geuebt“, war die erste Reaktion der Kleinen, als wir im Schutzzimmer waren. Heute ist Yitchak Rabin Gedenktag und sie haette in der Feier an ihrer Schule auftreten sollen.
    Dein Plan klingt nach einem tollen Urlaub. Wenn es soweit ist, melde Dich!

  3. Danke, mache ich gerne!🙂
    Alles Gute!

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: