Autounfall


Gestern abend fuhr ich wie jeden Abend vom Kibbutz nach Hause, auf der Schnellstrasse Nr. 40. Kurz nach Kreuzung, wo ich auf diese Schnellstrasse nach Sueden abbiege, kommt ein Moshav (eine landwirtschaftliche Siedlung). Die Einfahrt geht direkt von der Schnellstrasse ab. Wer von Norden kommt, hat gar kein Problem. Aber wer von Sueden kommt, muss die zweispurige Fahrbahn von Norden ueberqueren. Es daemmerte, aber ich hatte die Scheinwerfer an. Natuerlich war ich angeschnallt, und ich fuhr mit der erlaubten Geschwindigkeit. Als ich schon ziemlich nahe an der Abbiegung war, sah ich, wie ein weisser Wagen sich daran machte, meine Fahrspur zu kreuzen. Mein Fuss war sofort auf der Bremse, aber Abstand war zu kurz.

Einen Moment dachte ich, das war’s dann wohl, dann kam der Crash und ich fand mich hinter einem Airbag mit einem Geruch von Angebranntem in der Nase. Zuerst konnte ich mich nicht bewegen. Ein Polizist, der zufaellig vorbeigefahren war, half mir beim Aussteigen. Mein rechter Schuh war voller Blut, aber ich spuerte die Wunde am Unterschenkel ueberhaupt nicht. Ich spuerte fast nichts ausser Erleichterung am Leben zu sein. Die Fahrerin des weissen Wagen war noch vor mir aus eigener Kraft aus ihrem Auto gestiegen, schien dann aber einen Nervenzusammenbruch zu haben. Ich hatte meine Handtasche mit aus dem Auto genommen. Als erstes rief ich meinen Mann an, und dann meinen Chef. Der hatte es viel kuerzer zur Unfallstelle und kam gerade, waehrend ich und die andere Fahrerin in den Krankenwagen verladen wurde. Er kam auch mit zur Notaufnahme und blieb bei mir, bis mein Mann eintraf.

Im Krankenhaus wurden alle moeglichen Tests gemacht, mit dem Ergebnis, dass ich jede Menge Prellungen habe und einen tiefen Schnitt im rechten Unterschenkel, der mit zwei Nieten gesichert wurde, aber sonst nichts! Auch die junge Frau im anderen Auto ist mit blauen Flecken und einem grossen Schrecken davongekommen.

Man moechte es nicht glauben, wenn man die Autos sieht:

mein Auto von der Seite

das andere Auto 2

mein Auto

 

 

 

 

 

 

 

das andere Auto

 

 

 

 

 

 

Am kommenden Shabbat werde ich in der Synagoge Birkat HaGomel sagen

18 Antworten

  1. Mit gutem Grund. Ich hoffe, Du kriegst nicht im Nachhinein noch einen Schock – die Bilder sind schrecklich.

    Einmal lieb gedrückt. Bin ich froh, daß Dir weiter nichts passiert ist.

    Und Du hast nicht den Kopf verloren. Kol ha kavod.

  2. Dank Dir, LIla

  3. Gott sei Dank, daß Dir nicht noch Schlimmeres passiert ist! Hoffe Dein Bein oder Fuß verheilt schnell und nicht zu dolle Schmerzen verursacht. Schade um das schöne Auto.
    Alles Gute unbekannterweise auch von mir, einem treuen Leser!

    Sven

  4. Dank auch Dir, Sven, das Auto war ein funkelnagelneuer Nissan Eco Micra. Erst vor zwei Wochen habe ich ihn bekommen. Alllerdings ist er ein Firmenwagen und so bedeutet der Totalschaden fuer mich keine finanzielle Einbusse. Ich bekomme einfach ein anderes Fahrzeug, sobald ich mich wieder halbwegs bewegen kann. Ich glaube, ich nehme wieder den Nissan Eco Micra, diesmal vielleicht in Rot. Das sollte noch besser zu sehen sein.

  5. Dem Himmel sei Dank, dass es „nur“ Prellungen und Schnittverletzungen sind – und nichts Schlimmeres. Wünsche dir gute Besserung – und auch der anderen Fahrerin. Sie fühlt sich garantiert auch miserabel. Hatte vor zweieinhalb Monaten selber einen Autounfall durch einen Fahrfehler verursacht. Drei Autos Totalschaden, aber zum Glück nur Prellungen bei mir und einer zweiten Person. Autos sind Waffen!

  6. Gott sei Dank ist nichts Schlimmeres passiert. Gute Besserung auch von mir!

  7. Ich schliesse mich den Genesungswünschen an!

  8. Glück im Unglück …
    Werden Sie schnell wieder gesund und dann gleich wieder hinters Lenkrad, so bewältigt man den Unfall am besten …😉

  9. Auch von mir, liebe Ruth, einen guten Heilverlauf.
    Werde mich Deinem Dankgebet anschließen und es in Lourdes an die Grotte legen. Schließe die andere Unfallbeteiligte mit ein.
    Wir Katholiken sagen bei solchen Gelegenheiten immer, da haben Eure Schutzengel aber alle Hände voll zu tun gehabt.
    Herzlich, Paul

  10. Die Autos sehen schlimm aus, von daher war es wohl Glück im Unglück, trotz Deiner Verletzung. Ich wünsch Dir eine schnelle Genesung!

  11. Oh, Ruth, das tut mir leid. Ich hoffe es geht dir gut.
    Ich schicke Genesungswuensche nach Beer Sh. aus Jerusalem.
    Hat mal wieder lange gedauert, weil ich wie so oft mal wieder mein wordpress-Passwort vergessen habe… Werd halt aelter…😦
    Noa

  12. Gelobt sei ER, daß es so ausgegangen ist!
    Wenn im anderen Auto ein Beifahrer gesessen hätte… oh weh.

    Gute Besserung!

  13. Wie gut, liebe Ruth, dass nur das Auto „großen“ Schaden genommen hat und Deine körperliche Verletzung verhältnismäßig „klein“ ausfiel… aber ich möchte nicht wissen, wie Du in Zukunft im Auto sitzen wirst. Manchmal hat so ein Unfall doch größere Nachwirkungen als man es im ersten Moment fühlt oder spürt!
    Ich wünsche Dir schnelle Heilung und für die Zukunft, dass Du bewahrt bleibst.
    Dank sei G’tt !

  14. Auch von mir die besten Wünsche … mögen deine Wunden schnell heilen. Da hat dich wohl Jemand beschützt!

  15. Liebe Ruht, wenn auch spät: Refuah Schlema.

  16. Hallo Ruth!

    So wie die Autos aussehen, hast Du wirklich echt Glück gehabt. Vor allem aber sass gottseidank kein Beifahrer im weissen Auto, denn dann gäbe es jetzt mit ziemlicher Sicherheit einen Toten zu beklagen.

    Gute Genesung wünsche ich Dir!

  17. Rika: „ich möchte nicht wissen, wie Du in Zukunft im Auto sitzen wirst“

    -> Ich hatte mal einen Unfall, der bei weitem aber nicht so schlimm war wie der von Ruth. Ich war überhaupt nicht verletzt, der Wagen war halt nur hin. Jemand kam auf meine Fahrbahn hinübergeschwenkt- ein betrunkener Volltrottel- ich konnte noch ausweichen, die Autos „schrammten“ nur aneinander vorbei. Danach konnte ich trotzdem nicht mehr in ein Auto steigen und selber fahren ohne Schweißausbrüche zu bekommen. Ich hoffe nicht, dass es Ruth auch so ergeht.

    Mittlerweile habe ich aber eh schon länger kein Auto mehr und fahre mit dem ÖPNV zur Arbeit. Das hat immerhin den Vorteil, dass ich jede Menge tolle Bücher lesen kann und auch Geld spare😉

  18. Rika und CK,
    ich habe keine Wahl, ich muss Auto fahren, sonst kann ich meinen Job an den Nagel haengen.
    Deswegen habe ich mich nur Tage nach dem Unfall, als mein rechtes Bein noch sehr geschwollen war, hinter’s Steuer gesetzt und bin eine laengere Rundstrecke (ca. 150 km) gefahren.
    Das ging und die Angst laesst langsam nach.

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: