Und was ist mit dem Iran?


Die USA ziehen sich aus dem Nahen Osten zurueck. Das Vakuum wird von Russland gefuellt. Das war in Syrien offensichtlich: Die Obamaregierung ueberliess den syrischen Buergerkrieg samt Chemiewaffeneinsatz dankbar Putin, der seine Hand schuetzend ueber Assad haelt. Auch Aegypten wird von der Obamaregierung dazu gezwungen, sich mit Russland zu arrangieren. Gleichzeitig zieht die US-Marine ihren Flugzeugtraeger Nimitz aus dem Mittelmeer ab, waehrend Russland Kriegschiffe in die Region schickt.

Auch mit dem Iran moechte die Obamaregierung gern einen Raeumungsverkauf veranstalten. US-Interessen in Nahost inklusive Israel sollen unter der Hand verschleudert werden. Wenn Israel nun dabei nicht auch noch laechelnd kooperieren will, ist die Empoerung gross.

Offensichtlich ist nicht nur Israel alarmiert. Angeblich waren es die Saudis, die Frankreich unter Druck setzten, das Abkommen nicht zu unterstuetzen. Und der Schlussatz aus dem verlinkten Artikel:

Which rather leads to a different question: Not “Why did France choose to stand alone against the deal?” But, rather, “why did the other major powers consider the terms acceptable?”
(Und das fuehrt zu einer anderen Frage: Nicht „Warum hat sich Frankreich entschieden, als einziger gegen das Abkommen aufzutreten?“, sondern „Warum dachten die anderen Maechte, dass die Bedingungen annehmbar sind?‘ (Uebersetzung von mir):

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2 Antworten

  1. „Die USA ziehen sich aus dem Nahen Osten zurueck. Das Vakuum wird von Russland gefuellt“.

    Heute gibt es dazu einen Artikel in der NZZ:

    „Annäherung zwischen Kairo und Moskau“

    „Den Schlüssel in die Hände der Russen gelegt“
    „Der Besuch des russischen Aussen- und des Verteidigungsministers in Kairo markiert einen Neuanfang in den russisch-ägyptischen Beziehungen. Im Fokus steht der Militärbereich, nachdem die USA ihre Waffenlieferungen eingefroren haben“.
    „Seit Mittwoch halten sich der russische Aussenminister Lawrow und der Verteidigungsminister Schoigu in Kairo auf. Seit Montag liegt zudem das russische Kriegsschiff «Varyag» für fünf Tage im Hafen von Alexandria. Dessen Gouverneur, selbst ein hoher Offizier, übergab symbolisch den Schlüssel der Stadt an den Kommandanten des russischen Schiffes. Seit 1992 hat kein russischer Flugzeugträger mehr in Alexandria angelegt. Er war die Vorhut für den Besuch der beiden Minister. Eine Visite auf dieser Ebene hat es seit dem Zerfall der UdSSR ebenfalls nicht mehr gegeben. Das Treffen wurde deshalb in Moskau und in Kairo gleichermassen als historisch bezeichnet“.

    Quelle: http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/den-schluessel-in-die-haende-der-russen-gelegt-1.18184996

  2. Danke, Urs, genau das laeuft ab: Die US-Regierung draengt Aegypten in die Arme Russlands.
    Ein franzoesisches Motiv in Genf letzte Woche war wohl auch, dass Frankreich Russland das entstandene Vakuum nicht allein fuellen lassen will.

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