Moerder, keine Freiheitskaemper II


Hier etwas Hintergrund zu den „Helden“, die in der palaestinensischen Gesellschaft gerade gefeiert werden.

Wenn ich richtig zusammenzaehle dann haben diese 26 Helden zusammen 14 juedische Israelis ermordet und mehr als 21 Palaestinenser. Das scheint Abbas nicht zu stoeren:

„This is day of happiness for our nation, our families and our prisoners, the heroes, who have seen the light of freedom,“ he said. „We are guaranteeing that this won’t be the last time that prisoners are freed.

Die ZEIT spricht nur von „Langzeithaeftlingen“, die wegen der „Toetung von Israelis“ (nicht etwa wegen Mord) verurteilt worden seien. Zu meiner freudigen Ueberraschung thematisieren einige Kommentatoren diese Weichzeichnung.

Auch die NZZ spricht von „Toetung“ und signalisiert kein Verstaendnis fuer die Familien der Opfer.

Während die Rückkehrer von den Palästinensern als Helden gefeiert werden, haben sich die Familien der israelischen Opfer wütend gezeigt und ohne Erfolg versucht, die Freilassung per Gerichtsbeschluss zu stoppen.

Muhammad Yusuf Adnan Elafandi (1) hat auf zwei 13-Jaehrige, Dan Rotkowitz und Yaniv Shaham, in Jerusalem mit dem Messer eingestochen. Die Kinder ueberlebten. Nach dem Anschlag wurde er von der ultraorthodoxen Bella Freund vor einem etwaigen Lynch beschuetzt. Sie legte sich ueber ihn und verhinderte so jede Gewalt gegen den Messerstecher, bis die Polizei kam. Bella Freund hat sich gegen seine Freilassung ausgesprochen.

Farid Ahmed Shahade (2) ermordete Yosef Farhan in Jaffa, den er verdaechtigte, mit Israel zusammenzuarbeiten.

Yakoub Muhammad Ouda Ramadan (3), Afana Mustafa Ahmad Muhammad (4) und Da’agna Nufal Mahmad Mahmoud (5) haben die 38jaehrige Mutter, Sara Sharon, in Holon mit mehreren Messerstichen ermordet.

Abu al Rub Mustafa Mahmoud Faisal (6) und Kamil Awad Ali Ahmad (7) wurden wegen Mord an dem 20jaehrigen Soldaten Yoram Cohen verurteilt. Sie erschossen ihn in einem Feuergefecht in Jenin. Ali Ahmad wurde auch ueberfuehrt, 15 Palaestinenser, denen er Kollaboration mit Israel unterstellte, entfuehrt, gefoltert und ermordet zu haben. Faisal wurde wegen Totschlags in vier dieser Faelle verurteilt.

Damara Ibrahim Mustafa Bilal (8) ermordete Steven Friedrich Rosenfeld, 48, einen Einwanderer aus den USA. Damra und einige andere erstachen Rosenfeld mit seinem eigenen Messer. Seine Leiche wurde am naechsten Tag von einem palaestinensischen Hirten gefunden.

Abu Mohsin Khaled Ibrahim Jamal (9) erstach den 76-Jahre alten Gaertner, Shlomo Yehiya, in einem oeffentlichen Park in der Ortschaft  Kadima.

Tamimi Rushdi Muhammad Sa’id (10) hat Chaim Mizrahi entfuehrt und ermordet, als dieser bei einem palaestinensischen Bauern Eier kaufen wollte.

Silawi Khaled Kamel Osama (11) ist einer der  Moerder von Motti Biton, als der bei einem palaestinensischen Geschaeft einkaufen wollten. Er wurde vor den Augen seiner Frau erschossen. Weiter wurde Osama wegen Mord an Totschlag an vier Palaestinensern verurteilt, die als Kollaborateure verdaechtigt wurden.

Sawafta Sudqi Abdel Razeq Mouhlas (12) veruebte einen Einbruch in Haifa und erstach Yosef Malka, als der ihn auf frischer Tat erwischte. Nach der Jerusalem Post kannte er sein Opfer vor dem Einbruch.

Barham Fawzi Mustafa Nasser (13) wollte Hamas beweisen, dass er der Mitgliedschaft in der Terrororganisation wuerdig sei. zu diesem Zweck ermorderte er seinen frueheren Arbeitgebern Morris Edie (65) mit einem Messer in den Ruecken.

Yusuf Ahmed Nu’aman Al-Shalvi (14), Mahmad Anis Aiman Jaradat (15) und Ahmad Yusuf Bilal Abu-Hassin (16) wurden verurteilt wegen mehrfachen Mordes an Palaestinensern, die bezichtigt wurden, mit Israel zu kollaborieren.

Mahmad Naim Shawmra Yunis (17) legte die Bombe, deren Explosion Yossef Hayun, den Polizisten, der sie entschaerfen wollte, das Leben kostete. Natuerlich war die Bombe nicht zielgerichtet, sondern sollte einfach so viele israelische Zivilisten wie moeglich toeten und verletzen.

Mahmud Muhammad Salman (18) erdrosselte Shai Shoker mit einem Schnuersenkel etwas ausserhalb der Stadt Tira in Israel.

Ahmed Ibrahim Jamal Abu-Jamal (19) wurde wegen versuchten Mordes verurteilt. Er haette 2016 entlassen werden sollen.

Mahmoud Ibrahim Abu-Ali Faiz (20) verurteilt wegen Mord an dem Taxifahrer Ronny Levy. Er stach auf ihn ein und liess die Leiche im Taxi liegen.

Zaki Rami Barbakh Jawdat (21) brach bei dem 28jaehrigen Yosef Zandani in die Wohnung und erstach und erwuergte sein Opfer.

Mustafa Ahmed Khaled Jumaa (22) hat einen Zivilisten mit dem Messer in den Ruecken gestochen, mehrere Autos in Brand gesteckt und auch in Gebaeuden Braende gelegt. Seine Haft waere 2014 ohnehin abgesessen gewesen.

Abu Hadir Muhammad Yassin Yassin (23) griff zwei Palaestinenser mit dem Messer an. Er gruendete eine Terrorzelle, erwarb Waffen und trainierte seine Leute im Schusswaffengebrauch. Yassin ermordete Yigal Shahaf, 24, mit einem Kopfschuss vor den Augen seiner Frau. Das Ehepaar ging durch die Jerusalemer Altstadt zur Klagemauer.

Muammar Ata Mahmoud Mahmoud (24) und Salah Khalil Ahmad Ibrahim (25) erstachen den Geschichtsprofessor Menahem Stern von der Hebrew University. Stern, 64, war auf dem Weg zur Arbeit zum Campus in Givat Ram. Ibrahim wurde ausserdem wegen Mord an Eli Amsalem veruteilt. Die beiden ermordeten auch einen Palaestinenser, Hassin Zaid, den sie der Kollaboration mit Israel verdaechtigen.

Taqtuq Lutfi Halma Ibrahim (26) war einer der Taeter, die den Soldaten Binyamin Meisner in Nablus ermordeten. Sie lockten ihn in einen Hinterhalt und steinigten ihn zu Tode.

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6 Antworten

  1. Die Amerikaner, diese Heuchler, sollen Jonathan Pollard freilassen!

    Hier schreibt Caroline Glick dazu:
    http://www.frontpagemag.com/2013/caroline-glick/pollard-and-an-american-jewish-renaissance/

    „And this brings us to Jonathan Pollard, the American Jewish naval intelligence analyst who is now serving the 29th year of his life sentence for transferring classified materials to Israel.

    Snowden’s revelations and the story of the CIA’s anti-Israel front group in Washington make clear that US indignation over Israel’s fielding of an agent in Washington was equal parts self-righteousness and hypocrisy.

    There was nothing extraordinary in Israel’s efforts to gain information that its American ally didn’t wish to share with it. Allies spy on each other. And they use sympathetic locals to achieve their ends. South Korean Americans have been caught spying for South Korea. Taiwanese Americans have been caught spying for Taiwan, and so on.

    US prosecutors prosecuted, and US judges convicted these agents of friendly countries for their criminal activities. The average prison term meted out to such agents of friendly governments runs from four to seven years. Their average time served in prison is two to four years.

    Pollard was different not because of what he did, nor even, necessarily because he transferred classified information to Israel rather than to Britain.

    Pollard was unique because he was an American Jew transferring classified information to Israel. And the discriminatory treatment he has received from the US government owes entirely to the same institutional anti-Jewish bias that caused the CIA to form the first anti-Israel lobby in Washington, just three years after Israel gained independence.“

  2. Liebe Ruth,

    ich wünsche Dir und Deiner Familie ein schönes und gutes neues Jahr 2014! Bleibt gesund, stark und zuversichtlich.

    Laßt Euch bitte bloß nicht zermürben von dem Haß der zu allererst gegen Euch, also gegen Euch Juden, gerichtet ist. Denn er hat nichts mit Euch zu tun; das ist alles Projektion.

    Wer sich auch nur oberflächlich mit dem jüdischen Volk befaßt hat, mit seiner Geschichte und wie es jede Herausforderung gemeistert und daran erneut gewachsen ist. Und es trotz all dem seinen Anstand und Unschuld bewahrt hat und niemals in seiner drei- oder viertausendjährigen Geschichte der Barbarei, die ihn zu fressen suchte, anheimgefallen ist.

    Derjenige, der sich damit befaßt, fragt sich früher oder später unweigerlich, welches sind die Werte, die dem zugrunde liegen, die so etwas ermöglichten?

    Nun, es sind die Werte, die einen Menschen anständig sein und nach der Wahrheit streben, eben einen Menschen werden lassen. Die Juden lieben das Leben, glaube ich. Deshalb werdet Ihr und Israel für immer bestehen, Ihr müßt nur darauf vertrauen, was Eure Väter [und Mütter 😉 ] Euch mitgegeben haben.

    Die Geschichte meiner Familie weist, bis hin zu mir selbst, manche Ähnlichkeiten mit der Euren auf. Obgleich wir natürlich nie dieser extremen, kalten, entmenschlichten Brutalität ausgesetzt waren. Bis auf meinen Großvater, der zwar Stutthof überlebte aber seine Eltern und einige Geschwister durch die Deutschen verlor.
    Später, anfang der 60er Jahre, sperrten ihn die polnischen Kommunisten ins Gefängnis, dafür daß er handelte, also Geschäfte machte. Meine Großeltern lebten in der Hafenstadt Gdynia und als ehemaliger Hafenarbeiter, verkaufte er von den Matrosen und Stewarts aus dem Westen gebrachte Waren und Dollars im Landesinneren.
    Sie konnten ihm zum Glück nichts nachweisen, sonst wäre er an der Wand gelandet. Aber danach kaufte er sich einen Schrebergarten und verbrachte den Rest seines Lebens dort.

    Wir sind auch nirgendwo ganz angekommen und aufgegangen. Wir blühen für uns selbst und das gefällt mir so. Mein Bruder sieht das aber ganz anders.

    Ich mag es, wie die Juden und Israel durch die Härten der Zeit gegangen sind und sich dabei die Liebe zum Leben, die Neugier, Unvoreingenommenheit und Offenheit bewahrt und stets an ihre Kinder weitergegeben haben. Und dabei immer sie selbst geblieben sind. Das ist gelebte geistige Reife und Souveränität. So definiert man in der Psychologie einen erwachsenen, in sich ruhenden Menschen, glaube ich.
    Und auch das beständige Streben das Gute, das Leben, zu bewahren und ihm zu helfen.
    Und auch das vom Herzen kommende Bestreben Freundschaften und gute nachbarschaftliche Beziehungen zu schließen.
    Mein Großvater, mein Vater, meine Mutter hatten und haben das auch in sich. Und ich versuche ihnen zu folgen, und wenn ich mal Kinder habe, wird es das sein, was ich ihnen weitergeben möchte.

    Als mir das in jungen Jahren aufgefallen ist, begann ich mich für Israel zu interessieren und las, und lese bis heute, alles, was ich in die Finger kriege. Vor ein paar Tagen kamen einige Bücher von Rafael Patai aus den USA, die mal vom Guardian verrissen worden sind. Also müssen sie wohl gut sein. 😉

    Vor zehn Jahren, als es mir sehr schlecht ging und ich an einem Scheidepunkt angelangt bin, hing ich mir das Bild von Moshe Dajan über den Schreibtisch, der, gemeinsam mit den vielen anderen tapferen Männern und Frauen, das Land vor dem unausweichlich scheinenden Untergang glorreich rettete.

    Seine und viele andere Geschichten, sowie die vielen jüdischen (und auch nichtjüdischen) bekannten und weniger bekannten Künstler, Sportler, Wissenschaftler und Helden, die etwas Einzigartiges und Bleibendes erreichten, lehrten und ermutigten mich, auf mich selbst zu vertrauen und meine Dinge stets mit Hingabe zu tun.
    Dann werden sie meist gut. Oder zumindest gut genug, daß wenn man scheitert, man sich keine Vorwürfe machen muß, man nicht deppert dasteht – und sie meist relativ leicht wieder in Ordnung bringen kann.

    Deshalb und aus Empathie verfolge ich was Ihr in Israel tut. Und wie tapfer Israel, diese schnittige und stolze Karavelle, durch die Stürme der Zeit segelt.
    Aufgrund der angesprochenen Werte seiner Menschen, glaube ich fest daran, daß dieses vor Leben pulsierende Volk auf immer seinen Hafen in Jerusalem haben und dort ein glückliches Leben führen wird.
    Ich wünsche Dir ein schönes neues Jahr, liebe Ruth! Ich finde das großartig, was Du machst.

    Liebe Grüße aus Berlin,

    Sven

  3. Lieber Sven,
    vielen Dank fuer Deine guten Wuensche und dass Du so offen von Dir selbst erzaehlst.
    Was Du beschreibst, sehe ich selber ganz aehnlich. „Choose Life“ ist auch mein Motto.
    Dir wuensche ich im Neuen Jahr, dass Du im Neuen Jahr Deinen Zielen naeherkommst, eine liebevolle Partnerin findest und eine Familie gruendest. Ich bin jeden Tag dankbar fuer meine Familie.
    Alles Liebe
    Ruth

  4. […] Beer 7 schreibt: Mörder, keine Freiheitskämper II […]

  5. Vielen Dank, Ruth! 🙂
    Ich spüre auch irgendwie, daß dieses Jahr (wieder) ein gutes Jahr wird.
    Ich wäre eigentlich schon längst Vater, aber das möchte ich hier nicht ausbreiten.

  6. Dazu David Hornik im Frontpage Magazine:
    (oh, ich sehe, er kommt ja auch aus Beersheva! Vielleicht kennst Du ihn ja, Ruth?)

    http://www.frontpagemag.com/2014/davidhornik/the-strange-moral-calculus-of-john-kerry/#disqus_thread

    „Kerry, though, evidently feels no embarrassment at President Abbas’s kissing and hugging murderers. True, they were released with Kerry’s full approval.

    Abrams’s point about “confidence-destroying measures” can be taken further. The U.S. wants Israel to be pliant like Justice Minister Tzipi Livni. But trying to put the Jordan Valley up for grabs, even though a four-and-a-half-decade consensus of Israeli military leaders views it as indispensable to Israel’s security, is not the way to achieve that.

    Nor is signaling that Israeli lives don’t count for much, and taking Israeli lives isn’t much of a crime.

    Nor is treating parts of Jerusalem that were illegally occupied by Jordan from 1949-1967, or “West Bank settlements” that we’re told will remain part of Israel anyway, as Jew-free zones.

    Though a nationalistic, distrustful Israel with a sense of beleaguerment may not be what John Kerry wants, it’s what he’s increasingly promoting. How much better it would be to treat Israel as an ally.“

    Zu dem Artikel gibt es eine ganze Reihe guter Kommentare, wie ich finde. Die beiden besten vorab hier:

    Patricia Anderson
    Executing terrorists would prevent them posing a future threat. The same goes for the blind sheik. Governments have no business keeping terrorist alive. Prison for life is a comforting lie that can suddenly become very uncomfortable for innocent civilians.

    Softly Bob
    The blind sheik should not be executed. He should be dressed in robes that are made out of Israeli flags (he wouldn’t know the difference) and then be flown back to the Middle East and dumped into the Arabian desert with no white stick, no guide dog (he wouldn’t want an unclean guide dog anyway) and only a copy of the Qu’ran to read and a bottle of beer to quench his thirst. The Qu’ran should be on plain paper and not be printed in Braille.
    Actually just give him a Bible and tell him it’s the Qu’ran!

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