Ma nishtana?


heisst uebersetzt  „Worin unterscheidet sich?“

So fangen die vier Fragen an, die am Pessachabend, am Sedertisch, jeweils das juengste Kind an die versammelte Familie richtet. Vielen Familien singen die Fragen auch als Lied, dann muss kein kleines Kind sich exponieren.

Angesichts der Nachrichten, dass die Obamaregierung erwaegt, Jonathan Pollard gegen Hunderte palaestinensischer Terroristen freizulassen, stellt sich mir die Frage:

Worin unterscheidet sich die derzeitige US-Regierung von dem Hamasregime im Gazastreifen?

Fuer Gilad Shalit erhielt Hamas die Freilassung von 1027 palaestinensischen und israelisch-arabischen Gefangenen.

Fuer Jonathan Pollard will die Obamaregierung die Freilassung von 426 palaestinensischen und israelisch-arabischen Gefangenen und etwas, was sich nach einem Baustopp in den Siedlungen anhoert.

Die USA unter Obama haben offensichtlich keinerlei Interesse daran, als Rechtsstaat zu gelten.

Schon vorher konnte man sich Gedanken darueber machen, warum Pollard so offensichtlich haerter bestraft wurde als andere Spione von verbuendeten Staaten und teilweise sogar als Spione von feindlichen Staaten: Der ehemalige CIA Direktor James Woolsey haelt dafuer, dass Antisemitismus dabei eine Rolle spiele.

Mit diesem Deal auf dem Tisch wird voellig klar, dass Pollard nicht als Spion bestraft, sondern als Geisel gegen Israel festgehalten wurde.

2009 meinte ich noch (optimistisch!), das wuerden vier lange Jahre werden, sowohl fuer Israel wie auch fuer Europa. Nun werden es insgesamt acht Jahre. Gibt es in Europa inzwischen eine gewisse Nostalgie fuer fruehere US-Regierungen?

Hattip Israel Matzav

 

5 Antworten

  1. Hat dies auf quoderatdemonstrandumblog rebloggt.

  2. […] neueste “Coup” der Regierung Obama kann jedenfalls bei Bloggerkollegin Ruth nachgelesen werden. Das ist so widerlich, dass ich gar nicht soviel fressen kann, wie ich am liebsten kotzen würde. […]

  3. Den gleichen Schluß zieht auch Efraim A. Cohen im ‚American Thinker‘:

    http://www.americanthinker.com/2014/04/jonathan_pollard__an_american_hostage.html

  4. „Gibt es in Europa inzwischen eine gewisse Nostalgie fuer fruehere US-Regierungen?“

    Nein, ganz klar nein!

    Hier in Europa tickt man irgendwie anders als im Rest der Welt. Und nein, dem haben wir nicht unsere niedriger Kriminalitätsrate zu verdanken.

  5. Komisch, Techniknoergler, man sollte doch meinen, dass mit der Ukraine die Folgen transatlantischer Schwaechsignale in Europa ziemlich augenfaellig werden.

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