„Humanitaere“ Hilfe aus der Tuerkei


Die IHH, eine tuerkische NGO, hatte weiland mit der Mavi Marmera der Hamas zu einem ueberwaeltigenden Propagandasieg verholfen. Im Rahmen des gegenwaertigen Konflikts kuendigte sie eine zweite Flottilla mit demselben Flaggschiff an, eventuell sogar unter Geleitschutz der tuerkischen Kriegsmarine.

Israel hat wirklich kein Interesse daran, noch einmal mit der Tuerkei aneinanderzugeraten. Anstelle der Flotte wurde angeboten, humanitaere Hilfsgueter fuer den Gazastreifen nach Israel einfuehren zu lassen und mit den israelischen LKWs in den Gazastreifen zu schicken. (Das selbe Angebot bestand uebrigens auch 2010, und Israel liess die mickrigen Gueter  schliesslich per LKW an die Grenze zum Gazstreifen karren, wo Hamas die Annahme verweigerte.)

Nun ist ein Container per Schiff im Hafen von Ashod eingetroffen und es zeigt sich, dass die Tuerkei eine etwas eigenartige Auffassung vertritt, was „humanitaere“ Hilfsgueter angeht. Die Ladung enthielt Metallkugeln und Zementmischer. Die Metallkugeln werden in Raketen verwendet, um bei der Explosion mehr Schrapnell zu verstreuen. Die Zementmischer eignen sich gut, in den unterirdischen Tunneln gleich den Zement anzurichten, mit dem die Waende und Decken verstaerkt werden. Der Eigentuemer des Containers sagt, dass die Zementmischer und die Metallkugeln zur Schokoladenherstellung verwendet werden sollten. (Update 01/08/14) Das scheint inzwischen bestaetigt zu sein.

Das Geruecht, wonach eine humanitaere Lieferung per Luftfracht aus der Tuerkei eine Menge IDF-Uniformen enthielt, hat sich als falsch herausgestellt.

Die IHH moechte nach wie vor die Seeblockade brechen,  um Waffenlieferungen an die Hamas auch langfristig sicherzustellen. Hamas moechte natuerlich aus demselben Grund einen eigenen See- und Flughafen.

 

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UNRWA und die selektive Verurteilung


Die USA und UNO fanden scharfe Worte fuer Israel. Tragischerweise toeteten israelische Panzergranaten 20 Fluechtlinge in einer UNRWA Schule und verletzten viele mehr.  Aus unmittelbarer Naehe dieser UNRWA Schule, wurde auf IDF Truppen geschossen. Das waere nicht das erste Mal in dieser Runde des Konflikts. Am 17. Juli erlebte ein kanadischer Reporter, dass in unmittelbarer Naehe einer UNRW Schule mit Fluechtlingen, Raketen abgeschossen wurden. Das bestaetigte gestern auch der fruehere Direktor von UNRWA und heutige Direktor des UN Bueros fuer Humanitaere Angelegenheiten, John Ging, im Interview mit Radio Canada.

Ich kann mich nicht erinnern, die dazugehoerende Verurteilung durch die UN gesehen zu haben. Auch heute blieben fuer die Terroristen, die die Fluechtlinge in der Schule zu Geiseln genommen und ihr Leben auf’s Spiel gesetzt hatten, keine scharfen Worte uebrig.

Am gleichen Tag wurden in einer dritten UNRWA Schule Raketen gefunden.

Heute, einen Tag spaeter starben drei israelische Soldaten in einer UNRWA Klinik. Weitere 15 Soldaten wurden verletzt, zum Teil sehr schwer. Unter dem Gebaeude war ein Tunneleingang entdeckt worden. Ausserdem war die Klinik vermint. Beim Versuch, die Sprengfallen zu entschaerfen, kam es zur Explosion, das Gebaeude stuerzte ein und begrub die Soldaten.

Auf die Verurteilung der Terrororganisationen, die Kliniken der UNRWA verminen, warte ich noch.

Die UNRWA-Mitarbeiter, die selber keiner Terrororganisation angehoeren, haben offensichtlich Angst

Auch viele Privathaeuser wurden zu Sprengfallen umgeruestet. Wenn die Haeuser dabei zerstoert werden, ist das kein Problem: Die Truemmer sind fotogen, hinterher kann auf die Einfuhr von Baumaterialien bestanden werden – natuerlich mit Schuetzenhilfe der UN und „Menschenrechtsorganisationen“ – und dabei faellt dann auch Material fuer das erneuerte Tunnelsystem ab.

 

Im 10. Stock des Gebaeudes des Internationalen Roten Kreuzes im Gazastreifen hat Hamas eine Scharfschuetzenposition eingerichtet.

The sniper positions were placed in the tenth floor of the Red Cross building in Khan Younis, in line with Hamas’s doctrine of using sensitive civilian buildings as military posts to make it more difficult for Israel to strike them without incurring civilian casualties.

(Jetzt wissen wir auch, welche Art von Erziehung und Ausbildung die malaysische Delegation im Gazastreifen unterstuetzen wollte. Und welche Art einer „besseren Welt“ einem Mann wie Ahmad Sani Araby Al-Kahery vorschwebt.)

Wenn zivile Einrichtungen zu Gefechtspositionen umgenutzt werden, verlieren sie ihren Schutzanspruch unter Kriegsvoelkerrecht, wie auch der Generalsekretaer der UN, Ban Ki Mooon, vor einer Woche noch wusste:

Ban „expresses his outrage and regret at the placing of weapons in a UN-administered school,“ a United Nations statement said. UNRWA is sheltering 102,000 people in 69 of its schools amid the renewed violence.

„By doing so, those responsible are turning schools into potential military targets, and endangering the lives of innocent children, UN employees working in such facilities and anyone using the UN schools as shelter,“ the statement said.

Waffenstillstand – wie gehabt V


Heute rief Israel eine einseitige 4-stuendige, humnitaere Waffenruhe aus, von 15:00 bis 19:00 israelischer Zeit.

Die pal. Terrororganisationen berufen sich darauf, dass die Waffenruhe nicht mit ihnen vereinbart wurde und nutzen sie wie gewohnt:

Updates
Code red alert sounds in Eshkol Regional Council
(16:08 , 07.30.14)
Ya’alon: No time and place limits when tunnels are concerned
(15:52 , 07.30.14)
Iron Dome intercepts rocket over Ashdod, rocket explode in open area in Hof Ashkelon
(15:21 , 07.30.14)
Code red alert sounds in Hof Ashkelon, Eshkol Regional Councils
(15:19 , 07.30.14)
Code red alert sounds in Ashkelon, Ashdod
(15:13 , 07.30.14)
Rocket explodes near community in Eshkol Regional Council

 

Wieder Luecken bei der FAZ


Heute titelt die FAZ Israelischer Angriff trifft abermals Schulgebäude, mit Screenshot, falls wieder online geaendert werden sollte.
Israelische Luftwaffe setzt Angriffe fort-1Die Schlagzeile verkuendet als Fakt, dass Israel schon mindestens einmal eine Schule angegriffen habe. Auch im Artikel fehlt jeder Hinweis darauf, dass bei dem einen frueheren Beschuss einer Schule keineswegs sicher ist, dass es sich um israelischen Beschuss handelte. Die IDF hat Bildmaterial vorgelegt, wonach eine irregeleitete Granate den leeren Schulhof traf. Vorher hatte der UNRWA Sprecher schon mitgeteilt, dass es auch zu Beschuss durch pal. Kombattanten gekommen war. 

Wieder wird vorgtaeuscht, dass Israels Premierminister sich jeder Waffenruhe verweigere. Dass Hamas sich nach wie vor weigert, einer Waffenruhe zuzustimmen, wenn nicht alle ihre Forderungen erfuellt werden, bleibt einfach unberichtet.

Auch beim Vorwurf, dass Israel Krankenhaeuser beschiesse, sollte fairerweise erwaehnt werden, dass der Beschuss des Shifa Krankenhauses mit hoher Wahrscheinlichkeit durch eine palaestinesische Rakete erfolgte und dass unbestritten Hamas eben dieses Krankenhaus als Kommandozentrale nutzt.

Ein italienischer Journalist bestaetige auf Twitter, dass
1) das das Fluechtlingslager Shati von einer palaestinensischen Rakete getroffen wurde und
2) Hamas Journalisten offensichtlich bedroht, wenn ihre Berichterstattung sich nicht an die Hamasvorgaben haelt.

Ueber die Einschuechterung von Reportern durch die Terroroganisationen im Gazastreifen koennte die FAZ auch mal berichten!

Auch bei dem berichteten Fall muss erst noch geklaert werden, welche Partei fuer den Beschuss verantwortlich ist. Dass Hamas, bzw. von ihr kontrollierte Sprecher, Israel die Schuld zuschreiben, sollte mit Vorsicht genossen werden, s.o.

Antisemitismus in der ZEIT


Mitleid ist kein Antisemitismus verkuendet Theo Sommer in der ZEIT und ich gebe ihm Recht: Mitleid mit der leidenden Zivilbevoelkerung im Gazastreifen hat nichts mit Antisemitismus zu tun.

Der Antisemitismus macht sich erst bemerkbar, wenn fuer dieses Leiden 100% Israel verantwortlicht gemacht wird, waehrend der Begriff  „Schutzschild“ kein einziges Mal im Artikel auftaucht.

Es ist zynisch, die Leute zum Verlassen ihrer Wohnung aufzufordern, sie dann aber nicht nur in Schulen und Krankenhäusern, sondern auch in UN-Schutzstätten zu bombardieren, wo sie Zuflucht gefunden haben.

Noch zynischer ist es, voellig zu uebergehen, dass eben diese UN-Schutzstaetten und Schulen von der Hamas als Waffenlager verwendet wurden, wie selbst Ban Ki Moon schockiert – schockiert zur Kenntnis nehmen musste, dass die Krankenhaeuser nachweislich als Kommandozentralen und Gefechtsstuetzpunkte dienen und dass der Beschuss mindesten in einem Teil dieser Faelle auf  Raketen zurueckgefuehrt werden kann, die von pal. Terrororganisationen zu kurz geschossen wurden.

Keiner von all denen, die Israel vorwerfen, die Verhaeltnismaessigkeit zu verletzen, haben je eine Definition vorgelegt, was denn verhaeltnismaessig waere.

Die FAZ berichtet lueckenhaft


Die FAZ titelt Massive Angriffe auf Gaza und im Untertitel ist zu lesen

Alle Friedensappelle verhallten ungehört. Die israelische Armee hat in der Nacht wieder Ziele in Gaza angegriffen, wohl auch das Haus des Hamas-Spitzenpolitikers Hanija. In Tel Aviv gab es Raketenalarm.

Das kann ein normaler Leser doch nur so verstehen, dass Israel  die Friedensappelle nicht hoeren wollte. Im Artikel selber wird noch eigens betont, dass die israelischen Angriffe am Montagabend begannen, waehrend die Raketen erst Dienstagmorgen auf Tel Aviv abgefeuert wurden.

Explizit

Ungeachtet aller internationalen Appelle für eine Waffenruhe hatte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Fortsetzung der Militäroffensive gegen die radikal-islamische Hamas im Gazastreifen angekündigt. „Wir werden den Einsatz nicht beenden, bevor wir die Tunnel (der Hamas) zerstört haben“, erklärte er am Montag in einer Fernsehansprache. „Die israelischen Bürger können nicht unter der Bedrohung durch Raketen und Tunnel leben – unter Todesdrohung von oben und von unten“, fügte er hinzu. Nach Augenzeugenberichten flammten die Gefechte am Abend wieder heftig auf. Vielerorts in Gaza waren schwere Explosionen zu hören.

Nirgends im gesamten Artikel ist ein Hinweis darauf, dass Israel bis Montagabend jeweils nur auf Angriffe reagierte und sonst keine militaerischen Aktionen durchfuehrte und dass zum wiederholten Mal Hamas die Waffenruhe brach.

Von 11 Kommentaren zu diesem Artikel hat nur ein einziger Verstaendnis fuer Israel und drei, Nils Meier, Rainer Warnemuende und Manfred Nerlinger, wuerde ich als antisemitisch einstufen.

Waffenstillstand – wie gehabt IV


Heute morgen verlangte der UN Sicherheitsrat eine sofortige und bedingungslose Waffenruhe. Israel ist durch bisherige Erfahrungen gewarnt, dass „Ceasefire“ als „We cease, they fire“ aufgefasst wird. Besonders schoen dieses BBC Twitter von gestern:

 

Uebersetzung: Palaestinensische, militante Gruppe Hamas erklaert Gaza Waffenstillstand, nachdem Israel die vorige Waffenruhe beendet hat unter Raketenangriffen aus dem Gazastreifen.

Diesmal gab die israelische Regierung zu Protokoll „Ruhe wird mit Ruhe beantwortet“.

Mit der Ruhe ist wieder nicht weit her:

Code red alert sounds in Hof Ashkelon Regional Council
(14:57 , 07.28.14)

Rocket explodes near a community in Eshkol regional council, no injuries reported
(14:54 , 07.28.14)

Code red alert sounds in Eshkol Regional Council
(14:52 , 07.28.14)

Rocket explodes in open area in Sdot Negev Regional Council
(13:52 , 07.28.14)

Code red alert sounds in Sha’ar HaNegev
(13:48 , 07.28.14)

Palestinian report: 4-year-old child killed as result of artillery fire in North Gaza Strip
(13:39 , 07.28.14)

Code red alert sounds in Sdot Negev Regional Council
(13:29 , 07.28.14)

Code red alert sounds in Hof Ashkelon Regional Council
(12:39 , 07.28.14)

IDF attacks two buried launchers in Gaza in response to rocket fire at Ashkelon
(12:29 , 07.28.14)

Soldier lightly to moderately injured in gun fight in north Gaza Strip
(11:34 , 07.28.14)

IDF fires shells at area from which rocket was fired at Ashkelon this morning
(09:50 , 07.28.14)

Israeli halt of fire in Gaza is „unlimited“
(09:18 , 07.28.14)

Hamas: Refusal of humanitarian truce during Eid al-Fitr is disrespectful to Muslims
(08:43 , 07.28.14)

Und inzwischen Islamic Jihad: Palestinian factions united against ceasefire

 

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