Hamaspropaganda im Tagesanzeiger und in der BaZ


Vincenzo Capodici ist seit 2008 Onlinejournalist beim Tagi (Tagesanzeiger). Die BaZ (Basler Zeitung) uebernimmt gern auch mal online-Artikel vom Tagi und so gelangt dieses Stueck Hamaspropaganda auch zu den Lesern der BaZ.
So schreibt Capodici

Seit dem 50-Tage-Krieg ist das einzige Elektrizitätswerk in Gaza kaum noch funktionstüchtig, 18 Stunden am Tag gibt es keinen Strom.

Tatsaechlich wurde das Kraftwerk am 29. Juli 2014 beschaedigt, wobei es eher unwahrscheinlich ist, dass dies durch einen israelischen Angriff geschah. Ich wuerde auf eine zu kurz geschossene Rakete aus dem Gazastreifen tippen. Damals wurde weithin berichtet, dass der Schaden so ernsthaft sei, dass mindestens ein Jahr fuer die Reparaturen benoetigt werde:

„We need at least one year to repair the power plant, the turbines, the fuel tanks and the control room,“ said Fathi Sheik Khalil of the Gaza energy authority. „Everything was burned.“ He said crew members who had been trapped by the fire for several hours were evacuated. (Guardian, oben verlinkt)

Im selben Artikel erfahren wir nebenher, dass die Bewohner des Gazastreifens schon vor dem Schaden 20 Stunden am Tag keinen Strom bekamen.

„The power plant is finished,“ said its director, Mohammed al-Sharif, signalling a new crisis for Gaza’s 1.8 million people, who were already enduring power cuts of more than 20 hours a day.

Ich wuerde vermuten, dass zur selben Zeit die Angriffstunnel der Hamas weiterhin beleuchtet waren.

Schon am 13. September 2014 meldete jedoch die palaestinensische Ma’an News Agency, dass das Kraftwerk wieder funktionstuechtig sei.

Dass das Kraftwerk wieder mindestens so viel Strom liefert wie vor seiner Beschaedigung im Krieg wird auch durch Herrn Capodicis Angaben bestaetigt. Statt nur 4 Stunden Stromversorgung bekommt die Bevoelkerung im Gazastreifen heute immerhin 6 Stunden Strom am Tag.

Das Kraftwerk im Gazastreifen liefert bekanntlich nur ca. 25% des Bedarfs im Gazastreifen, ca. 5% kommen aus Aegypten und ca. 70% des Stroms wird von Israel geliefert, aus dem Kraftwerk in Ashkelon, das von Hamas und Co. waehrend des ganzen Kriegs fleissig beschossen wurde. Die durch Hamas beschaedigten Stromleitungen in den Gazastreifen wurden uebrigens noch waehrend des Kriegs wieder repariert, unter Gefahr fuer Leib und Leben der Angestellten des Elektrizitaetswerks, auch das nicht zum ersten Mal.

Hier soll wieder einmal Stimmung gegen Israel gemacht werden.

Der zitierte Usama Antar ist offensichtlich ein Sprachrohr der Hamas und als solcher meldet er sich gern in internationalen Medien zu Wort.

 «Der Kern des Konflikts, der zum Krieg geführt hat, ist die Blockade des Gazastreifens», sagte der palästinensische Politikwissenschaftler Usama Antar in einem Interview mit baz.ch/Newsnet. Die israelische Blockade bedeute eine Erniedrigung für die Palästinenser. Wenn sich die Lebensbedingungen in Gaza verbessern würden, sinke auch das Interesse der radikalen Palästinenser, Gewalt gegen Israel anzuwenden. «Aber ohne wirtschaftliche Perspektiven gibt es wieder Krieg in Gaza», warnte Antar, der in Gaza-Stadt lebt. Israel müsse die neue palästinensische Konsensregierung in Gaza anerkennen und die Blockade endlich aufheben.

Als Israel sich im August 2005 vollkommen aus dem Gazastreifen zurueckzog, wurde keineswegs sofort eine Blockade eingerichtet. Erst als Hamas im Sommer 2007 die Macht im Gazastreifen gewaltsam uebernahm, schlossen sowohl Aegypten wie Israel die Grenzen. Hamas‘ Ziel,  in ihrer Charta und immer neu bekraeftigt, ist die Zerstoerung Israels.

Hamas will offene Grenzen nicht, um die Lebensbedingungen der Bevoelkerung zu verbessern, sondern um uneingeschraenkt Waffen, vor allem auch Langstreckenraketen einfuehren zu koennen.

Eine Antwort

  1. […] Der Schweizer Tagesanzeiger („Tagi“) hetzt mit unsachlichen Lügen über das Kraftwerk des Gazastreifens gegen Israel. Beer7 deckt auf und korrigiert. […]

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