14 Monate – Prophezeiung eingetroffen


Am 4. August 2014 schrieb ich einen Blogeintrag zur scharfen Verurteilung Israels durch das US State Department.

(…)

Allerdings sollte sich das State Department eigentlich darueber im Klaren sein, dass solche Aeusserungen auch gegen die USA verwendet werden koennen.

Kriegsvoelkerrecht ist eindeutig in diesem Punkt: Die Anwesenheit von Zivilisten verleiht keine Immunitaet. US Drohnen in Afghanistan toeten immer wieder Zivilisten. Nach Auffassung des State Departments muesste das als Kriegsverbrechen betrachtet werden.

(…)

Inzwischen hat anscheinend die US Luftwaffe ein Krankenhaus der Aerzte ohne Grenzen in Kundus, Afghanistan bombardiert. 22 Menschen wurden dabei getoetet. Die USA merken an, dass in der Naehe des Krankenhaus aufstaendische Taliban auf US Truppen schossen.

The U.S. military said it conducted an air strike „in the vicinity“ of the MSF hospital as it targeted Taliban insurgents who were directly firing on U.S. military personnel. It has not acknowledged hitting the hospital.

U.S. officials, speaking on condition of anonymity, said a U.S. military AC-130 gunship had been operating in the area, firing at Taliban targets after receiving a request for support from U.S. special operations forces advising Afghan troops.

In der Pressestunde fragte ein AP Reporter, Matt Lee, dann gezielt nach, was aus dieser Strategie geworden ist: „Der Verdacht, dass Militante in der Naehe operieren, rechtfertigt jedoch keine Schlaege, die das Leben so vieler unschuldiger Zivilisten gefaehrden.“ Er erhaelt keine Antwort.

12 Antworten

  1. Liebe Ruth,
    als ich über diesen Fall in unseren Medien gelesen habe, auch die Reaktion der Amerikaner, ist mir sofort meine Oma eingefallen, die immer zu mir sagte: „Junfe, wen Zwei das Gleiche tun, dann ist es immer noch nicht das Gleiche“. q.e.d.

    Allerdings gibt es einen Unterschied: Israel hat das Krankenhaus getroffen – die Amerikaner haben es zerstört.
    Ach es gibt noch einen Unterschied. Die Pal-Araber haben aus dem Krankenhaus geschossen und nicht nur aus dessen Nähe.

    Herzlich, Paul

  2. Paul, bei der damaligen scharfen Verurteilung ging es um eine UNRWA Schule, die eindeutig nicht getroffen wurde. Zwei Terroristen wurden auf der Strasse VOR der Schule gezielt angegriffen.

    • Liebe Ruth,
      danke für diesen ergänzenden Hinweis auf die Schule.
      Ich habe Sie in meinem Beitrag nicht erwähnt, weil ich nicht mehr so genau wusste, ab der Angriff aus der Schule erfolgt ist oder aus deren Nähe. Erinnert habe ich aber, dass die Schule getroffen wurde. Das passiert selbst mir, der sich kümmert. Wie mag es den Anderen gehen?
      Daran kannst Du sehen wie effektiv die PA-Propaganda ist.

      Bezüglich des Krankenhauses war meine Erinnerung korrekt, wie ich gerade bei Google gesehen habe.

      In dem durch die israelische Armee in Flammen geschossenen El-Kuds-Krankenhaus in Gaza befanden sich nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) etwa hundert Menschen – Patienten und medizinisches Personal – in einer direkten Gefahrensituation. Weitere 500 Menschen, darunter 30 Kriegsverletzte, saßen in dem stark beschädigten Gebäude fest.

      http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/gaza-israel-greift-un-gebaeude-und-ein-krankenhaus-mit-phosphorbomben-an_aid_362525.html
      Das mit den Phosphorbomben auf das Krankenhaus war wohl auch eine Lüge.

      Zu dem Missbrauch von Krankenwagen und Krankenhäusern habe ich hier eine Dokumentation gefunden.
      http://www.terrorism-info.org.il/Data/articles/Art_20683/G_123_14_818780068.pdf

      Über das Al-Quds-Krankenhaus steht auf S.13:

      Ein in der Nähe des
      Al-Quds Krankenhaus
      es wohnender Palästinenser,
      Magah al-Rahman, berichtete einem Korrespondenten der italienischen
      Tageszeitung
      Corriere della Sera
      , dass
      Hamasmilitanten während der
      Operation „Gegossenes Blei“ im Verwaltungstrakt des Al-Quds
      Krankenhauses Unterschlupf fanden
      . Er berichtete, sie hätten Krankenwagen
      benutzt und die Krankenwagenfahrer und Krankenschwestern dazu gezwungen,
      ihnen Uniformen und Material zu besorgen, damit sie von IDF Scharfschützen
      nicht erkannt werden (Corriere della Sera, 22. Januar 2009)

      Soviel nur zur Auffrischung der Erinnerung, die durch die Hamaspropaganda, die auch von fast allen deutschen Medien übernommen wurde, einigermassen beeinträchtigt ist

      Herzlich, Paul

    • So weit mir bekannt, hatten die Fantastinenser in diesem Krankenhaus Explosivstoffe gelagert.

  3. Zum späten Nachmittag einfach mal mit Obamas Kopf gedacht:
    Jemand, der es will, diskreditiert die US-Armee und ihr Vorgehen am Geschicktesten, indem er sie in die Nähe der dämonisierten Israelis rückt.

    Obama hatte dem Pressesprecher Anweisungen erteilt, nicht? Dieser Pressesprecher sagt nur, was ihm aufgetragen wurde, incl. Verschweigungen.
    Der Pressesprecher redet so, wie es sich einer vorstellt, dass die Israelis redeten: ach toten Zivilisten abwiegeln, Dinge verschweigen, nicht auf Fragen antworten.

    Geht es zu weit, wenn ich mal so am Nachmittag aus Obamas Kopf behaupte: Obama will auf diese Weise den Ruf des US-Militärs untergraben?

    P.S.
    – Er könnte zunächst befohen haben, dass das US-Militär dieses Krankenhaus beschießen soll.
    Um dann den Pressesprecher anzuweisen, so zu reden, wie er geredet hat.

  4. Ich glaube, das ist zu weit gedacht. Obama geht es doch vor allem darum, Amerika umzugestalten. Ob Angriffe auf die US-Armee aus dem Ausland – Europa und arabische Staaten – ihm dabei in der amerikanischen Oeffentlichkeit nuetzen koennen, wage ich zu bezweifeln.

    Vor einem Jahr war eine gute Gelegenheit, aus Israel einzudreschen. Also wurde sie ausgenuetzt. Langfristiges Denken in der Aussenpolitik ist bei dieser Regierung kaum zu beoabachten. Es geht doch immer nur darum, irgendwelche „Erfolge“ moeglichst schnell einzuheimsen und im Stillen zu hoffen, dass die Konsequenzen in die Amtszeit eines anderen Praesidenten fallen.

    Ich halte es auch unwahrscheinlich, dass das Weisse Haus direkt den Sprecher des State Departments instruiert.

    • Das State Department wird verkörpert von Hillary Clinton, die in Allem Obamas Linie vertritt, nicht?
      Zumal es sich in der Sache ohnehin um eine Militärangelegenheit handelt, und für deren Wohl und Wehe (wehe!) sorgt the president himself.

      Das wohl Einzige, das Obama langrfistig plant, ist die Schwächung der USA innen wie außen, und gleichzeitig lässt er die Muslimbruderschaft gewähren.

  5. Hillary Clinton ist seit 2013 nicht mehr Secretary of State. Sie war also weder im August 2014 noch jetzt die oberste Instanz des State Departments. Der Praesindent sorgt sich viel auf dem Golfplatz um diverse Angelegenheiten.
    Sag‘ ich ja, die Umgestaltung der USA ist sein Ziel. Diese Analyse finde ich recht plausibel: http://www.americanthinker.com/articles/2015/10/what_really_drives_obamas_destructive_mideast_policy.html

  6. Mischt, ich hatte Kerry gemeint (immer noch die Clinton vor Augen, wie sie öffentlich log und trickste).
    Auch Kerry-the-Eidechsenelite ist ohne Zweifel voll auf Obamas Linie. Vielleicht sogar beim Golf.

    • Und der Essay vom Americanthinker ist wahrlich gut.
      (So, als hätte ich ihn bei meiner Vermutung oben einfach beim Wort genommen)

  7. Kerry soll ja bald wieder bei uns auftauchen und seine Faehigkeit, Frieden zu stiften, einbringen, wie schon in Syrien und in der Ukraine mit viel Erfolg geschehen.

    • Ah ja. Er wird einst die Welt retten. Es stehet ihm ins Gesicht geschrieben – er tät’s freilich Antlitz nennen. Nur das eigene. Die Anderen haben Fressen.

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