Der politische Horizont


In Europa und in der Obamaregierung gilt Benjamin Netanyahu als derjenige, der sich einer 2-Staatenloesung verweigert, damit den Palaestinensern jeden politischen Horizont nimmt und daher in letzter Instanz fuer jeden Terroranschlag verantwortlich ist.

Dass Netanyahu einer 2-Staatenloesung keineswegs aus Prinzip ablehnend gegenueber steht und nur verlangt, dass Israels Sicherheit durch einen palaestinensischen Staat nicht (noch mehr) kompromittiert wird, laesst sich zwar im Spiegel nachlesen, macht aber keinen Eindruck auf alle diejenigen, die in ihm die Inkarnation des Boesen sehen.

Man sollte meinen, dass das Leben fuer solche Menschen nun etwas schwieriger geworden ist: Isaac Herzog, der Fuehrer der Opposition sagt nun mehr oder weniger das Gleiche: Derzeit ist eine 2-Staaten-Loesung nicht realistisch, Israel muss sich auf Sicherheitsmassnahmen konzentrieren.

Aus langer Erfahrung weiss ich aber gut, dass solche Menschen faktenresistent sind.

 

 

 

5 Antworten

  1. Ja, Ruth.
    Die Faktenresitenten sehen nicht, dass alle arabischen Staaten entweder failed states sind, oder auf dem besten Weg da hin. Sie haben sich in den Kopf gesetzt, dass da unbedingt der 23. arabische Staat hin soll, auf blauen Dunst und ohne jede Chance auf eine friedliche Entstehung, aber er soll da hin, koste es, was es wolle.
    Die setzen sich jedoch nicht z.B. für ein unabhängiges Kurdistan ein😉 , denn der Motor der Fantastinenserliebe ist nun mal die Ablehnung Israels, bzw. der schreckliche Verdacht, dass die Juden rückfällig werden.

  2. der Link zum Spiegel-Artikel führt leider nicht dorthin sondern zum Tagblatt

    Von meinem iPhone gesendet

    >

    • Danke, ich habe es jetzt gerichtet

  3. Netanyahu macht das was er als Staatsoberhaupt Israels tun muss.
    Er setzt sich für die Interessen seines Landes und seiner Bevölkerung ein.
    Das machen mehr oder weniger alle Staatsoberhäupter. Manche mehr und manche weniger. nein, ich nenne jetzt keine Namen.

    Egal ob beim Atomvertrag mit dem Iran oder jetzt bei den Verhandlungen mit den Palis (durch Abbas eher Nichtverhandlungen) sein Ziel darf Netanyahu nicht aus „dem Auge“ verlieren. Bei Strafe des Untergangs Israels.

    Abbas fühlt sich durch die Ereignisse rund um ihn bestärkt in seiner Haltung. Ebenso durch die Angriffe auf die Politik Netanyahus von Innen und von Außen. Mein Eindruck ist, dass er sich durch ISIS derzeit besonders bestätigt fühlt. Habe gehört, dass ISIS_Leute bereits nach Gaza eingesickert sein sollen und es wohl auch schon starke Unterstützer in Gaza gebe soll. Dadurch fühlen sie sich gestärkt und der nächste Waffengang steht in absehbarer zeit bevor. Die derzeitigen Terrorattentate, manche bezeichnen sie als 3. Intifada, sind wohl das Vorspiel und sollen Israel moralisch zermürben.

    Vielleicht irre ich mich auch?

    Nichts wäre mir lieber als das.

    Herzlich, Paul

    • Der IS hält sich besonders auf der syrischen Seite des Golans auf, um von dort aus die Israelis zu beschießen.
      Sicher ist IS auch nach Gasa eingesickert. Weder das ist was Neues, noch das einander Spinnefeindsein der heiligen Krieger untereinander. Bis sie sich verbünden, um den Pakt wieder zu brechen, und dann kommt’s wieder zu einem Agrément, bis sie mal wieder Einen und mal einen Anderen ermorden, usw. usf.

      Und die permanenten Terrormorde in Israel werden von der Fatach seit etwa zwei Jahren als Al-Aksa-Intifada bezeichnet. Es ist ein permanenter Vernichtungs-Kleinkrieg gegen Israel mit stetig dem selben Ziel, so wie alle diese Intifadas. Früher hießen die übrigens Pogrome. Auch das ist sicher nichts Neues.

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