ein PS zu Daniel Gordis „This Place Called Hope“


Hier habe ich noch einen Text gefunden, der fast dasselbe aussagt wie der uebersetzte Text von Daniel: Iran as Psychotherapy

Klimawandel – der Blog


Zwar habe ich noch keine schluessige Antwort auf meine Fragen gefunden: Welcher Anteil der Klimaveraenderung geht auf menschgemachte Faktoren zurueck? Welche Wege gaebe es, eine Klimaveraenderung aufzuhalten, abzubremsen oder die Folgen zu mildern (inkl. Kosten-Nutzen-Kalkulation)?

Eins ist mir aber klar geworden: Es handelt sich um eine Glaubensfrage, die in einem Religionskrieg die Fronten definiert.

Auf dem Klimawandel Blog hatte ich erwartet, zu Klimastudien, Analysen der verschiedenen Modelle und anderen themenbezogenen fachlichen Texten verlinkt zu werden. Fehlanzeige. Dies ist eine glaeubige Seite fuer Mitglaeubige, dabei von bemerkenswerter Oberflaechlichkeit.

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Tekes Tee oder die japanische Party


Jahr fuer Jahr organisiere ich eine Geburtstagsparty fuer meine beiden Maedchen. Das war etwas, was ich als Kind selber nicht hatte. Wie die Grosse vor einiger Zeit mal bemerkte: „Gibt es eigentlich etwas, Imma, was Du als Kind gewollt haettest, das wir nicht haben?“

Jahrelang war das Schema gleich. Der Wohnbereich wird mit Girlanden und Luftballons geschmueckt. Bei den Luftballons habe ich uebrigens einen Trick, der mit wenig Aufwand viel hermacht: Ballons aufblasen, einen Geschenkbendel am Ende anbringen und kraeuseln. Dann mit einem Stueck Thesafilm am oberen Ende an die Decke kleben. Das sieht so aus, als waeren alle Ballons mit Gas gefuellt und an die Decke geflogen.

Ein paar Spiele zum Auflockern und Unterhalten, bis alle Kinder da sind. Topfschlagen erfreut sich groesster Beliebtheit. Dann die Kiste mit den Musik- und Laermwerkzeugen zur Selbstbedienung in die Mitte stellen. Kerzen auf dem Kuchen anzuenden, Lichter aus und mit Hoellenradau ein Geburtstagslied singen. Anschliessend an den Geburtstagskuchen, auf den ich auch viel Muehe verwende – beim letzten Geburtstag der Kleinen gab es ein Schokopiratenschiff und eine Vanilleeinsameinsel – kommt das Kasperletheater. Zum Abschluss Pizza und Obstsalat, wo sich gern auch die Eltern bedienen, die langsam eintrudeln, um ihre Sproesslinge abzuholen.

Seit letztem Jahr habe ich den Eindruck, dass ich zumindest fuer die Grosse etwas Neues entwickeln sollte. Aber was? Ich beteiligte sie an meinen Ueberlegungen. Vor drei Wochen fluesterte sie mir beim Gutenachtkuss ins Ohr, sie habe die Loesung: eine japanische Party!

Wie sie darauf kommt, kann ich gern verraten. Meine Schwester hat Japanologie studiert (einschliesslich Doktorhut) und ich habe sie vor Jahr und Tag mal in Tokio besucht. Es gibt einen Bildband zu Kabuki, ein Baendchen japanische Karikaturen, ein Fotoalbum der Japanreise, einen Yukata und einen Kimono sowie ein bisschen japanische Keramik in unserem Haushalt.

Gesagt getan. Die Grosse entwarf Text und Zeichnung fuer die Einladung, ich arrangierte das noch auf dem Computer und druckte genuegend Exemplare. Mit Hilfe meiner Schwester und dem Internet habe ich ein paar japanische Kinderspiele gefunden, die sich fuer die Wohnung und nicht-japanische Kinder eignen. Im leergeraeumten Wohnzimmer kann es dann richtig japanisch losgehen. Da die Grosse nur Maedchen einladen will und die alle lange Haare haben, werden wir zum Aufwaermen mit Steckfrisuren anfangen. Dann kommt die „Teezeremonie“ (den Geburtstagskuchen muss ich da irgendwie einschmuggeln), dann Spiele (etwas Origami) dann das japanische Abendessen. Gerade habe ich probehalber Sushi zubereitet. Als Fuellung Tofu und Gemuese. Hoffentlich isst das auch jemand.

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