Mogelpackung


Es gibt kein Abkommen mit dem Iran. Zu den angeblichen Absprachen existieren widerspruechliche Texte. Die einzige Chance, dass daraus ein Vertrag wird (bis Ende Juni 2015 oder auch in weiteren Fristverlaengerungen), besteht darin, dass die P5+1 weitere Zugestaendnisse machen, bis alle iranischen Forderungen erfuellt sind:

1) Sofortige Aufhebung aller Sanktionen
2) Weitere Entwicklung von effizienteren Zentrifugen in Fordo
3) Inspektionen, wenn ueberhaupt,nur nach vorhergehender Anmeldung und Genehmigung durch den Iran
4) Kein Ausserlandschaffen der bisher anreicherten Uranbestaende
5) Keine Einschraenkungen beim iranischen Raketenprogramm.

Angesichts dieser fuenf Punkte ist der sechste

6) Laufzeit des Abkommens nur 10 und keine 15 Jahre

nicht wirklich relevant.

Obama konnte einfach nicht akzeptieren, dass die mehrfach verlaengerten Atomgespraeche mit dem Iran scheiterten. Er wollte seinen „historischen“ Auftritt haben, schliesslich hat er sich die Entente mit dem Iran als das zentrale Ziel seiner Aussenpoltitk vorgenommen.

Fuer mich erschreckend ist, wie naiv und gutglaeubig  ueber das angebliche „Abkommen“ berichtet wird und wie gehaessig gegen Israel viele Kommentare formuliert werden. Dabei fuehlt sich wirklich nicht nur Israel von den USA und den Europaern verraten und verkauft. (Von Russland und China hat wohl niemand mehr erwartet.) Was von westlichen Zusicherungen zu halten ist, kann derzeit in der Ukraine besichtigt werden.

Frohe Ostern und ein kosheres und frohes Pessachfest!

Shavuotfeier und Kriegstrommeln


Gestern fand die Shavuotfeier in der Schule statt.

Bisher wurden die verschiedenen Schulfeiern so organisiert: Jeweils eine Klasse oder auch eine Klassenstufe (2 regulaere Parallelklassen plus eine Klasse fuer behinderte Kinder) erhalten die Verantwortung fuer die Feier. Zusammen mit den verschiedenen Lehrern (Musik, Sport, Religion) wird das Programm gezimmert, Aufgaben verteilt und geuebt. Die restlichen Schueler und die Eltern sind Zuschauer.

Dass es diesmal etwas anders wuerde, habe ich im Vorfeld gespuert, obwohl natuerlich alles streng geheim war. X Klassenarbeiten wurden verschoben und zwar in den Klassen beider Maedchen. Neuer Stoff wurde in den letzten Wochen gar nicht angepackt. Einmal hoerte ich eine Unterhaltung der Maedchen mit an: Es ging um die Staemme Israels und auf Naftali und Gad wurde herumgehackt. (Haeh?)

Die Maedchen duschten gestern nachmittag und zogen sich an: zwei Schul-T-Shirts, eins ueber das andere: Darunter beide weiss, darueber die Grosse ein lila und die Kleine ein rotes T-Shirt. Ich brachte die Maedchen zur Schule und fuhr meinen Mann abholen. Als wir auf das Schulgelaende kamen, sahen wir, dass diesmal keine Stuehle vor der Buehne angeordnet waren, sondern zu beiden Seiten der Zuschauertribuene beim Sportplatz.

Mit relativ wenig Verspaetung begann die Feier. Zwei Schueler als Sprecher luden die Staemme zum Pilgerfest nach Jerusalem ein. Die verschiedenen Klassen zogen jeweils hinter einem Schild mit dem Stammeswappen und in T-Shirts von einer Farbe gekleidet an ihre bestimmte Stelle auf dem Sportplatz.

Dann kamen die Kindergartenkinder (3 Klassen) mit schoen geschmuecken Koerben und Blumenkraenzen auf dem Kopf (Darbringung der ersten Fruechte). Sie zogen jeweils einmal von rechts nach links und von links nach rechts ueber den Sportplatz und durften sich dann zu ihren Eltern setzen.

Verschiedene schauspielerische Einlagen (Neomi und Ruth; Angebot der Thora an andere Voelker und ihre Reaktion; Wettstreit der Berge, wer Ort der Thoraverleihung werden darf) wechselten sich mit musikalischen und taenzerischen Darbietungen ab.

Zum Schluss traten alle Schueler auf den Sportplatz. Sie hatten ihre farbigen T-Shirts ausgezogen und waren nun einheitlich in weisse T-Shirts gekleidet. Sie sangen die Tikva und begannen anschliessend zu tanzen. Wir Eltern standen zur Nationalhymne natuerlich auch auf und tanzten dann mit. Erst als ueber Lautsprecher um Mithelfe beim Aufraeumen der Stuehle gebeten wurde, loeste sich die Feier auf.

Uebrigens: In den regulaeren Klassen sind zur Zeit nur juedische Schueler, wie es in einer Schule, die besonderen Wert auf Unterricht in den heiligen, juedischen Texten legt, zu erwarten ist. In den Klassen fuer Kinder mit besonderen Beduerfnissen sind aber auch muslimische Kinder. Eine Mutter mit Kopftuch und im bodenlangen, schwarzen Mantel sass neben mir. Sie strahlte genau wie ich und war nicht weniger geruehrt, als ihr Maedchen an der Hand einer anderen Schuelerin ihren Auftritt hatte.

Besonders der Einzug war mit Musikuntermalung sehr eindruecklich. Irgendwo in meinem Hinterkopf murmelte was von faschistischen Massenveranstaltungen, aber das ignorierte ich bewusst. Das Erlebnis war „Einheit in der Vielfalt“ – genau, was unser Schulprojekt vermitteln will. Und ich dachte daran, wie sehr unser Land das braucht und in naher Zukunft besonders brauchen wird:

If Israel does not eliminate the Iranian threat, no one will, Prime Minister Benjamin Netanyahu said on Monday.

„Israel is not like other countries,“ Netanyahu told his Likud faction in a meeting which came one week after his meeting with President Barack Obama at the White House. „We are faced with security challenges that no other country faces, and our need to provide a response to these is critical, and we are answering the call.“

„These are not regular times. The danger is hurtling toward us?The real danger in underestimating the threat,“ Netanyahu said, addressing the threat of a nuclear-armed Iran. „My job is first and foremost to ensure the future of the state of Israel … the leadership’s job is to eliminate the danger. Who will eliminate it? It is us or no one.“

(hattip Israel matzav)

Und das habe ich gestern auf dem Commentary Blog gefunden:

Nothing less than the fate of the West rides with Netanyahu and the Israeli Air Force.

Lila drueckt es mit ihrer Assoziation von der Kleinen Hexe und dem Maronimann weniger melodramatisch aus. Aber es laeuft auf dasselbe heraus.

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