Ein Tunnel, wieder mal


Seit vergangenem Wochenende regnet es fast ununterbrochen, vor allem auch im Sueden Israels.

Auch der Gazastreifen erlebt viel Niederschlag und wie jedes Jahr wird Israel beschuldigt, nicht existierende Daemme geoeffnet zu haben, um damit Ueberschwemmungen im Gazastreifen zu verursachen. Dass die Kanalisation vielleicht etwas verbessert werden sollte, kommt Hamas nicht in den Sinn.

Die schweren Niederschlaege haben auch einen Tunnel zum Einsturz gebracht, wobei elf Menschen verschuettet wurden. Sieben Leichen konnten bisher geborgen werden, vier Personen werden noch vermisst. Erstaunlicherweise versucht Hamas, ueber das Unglueck moeglichst Stillschweigen zu bewahren. Die lokalen Medien durften nicht berichten.

Der Grund dafuer laesst sich aus der Lage des Tunnels ableiten.

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Im Nordosten von Gaza Stadt kann es sich unmoeglich um einen Schmuggeltunnel handeln. Mit Sicherheit ist das ein militaerischer Tunnel. Die Verschuetteten sind daher wohl wirklich Hamasleute.

Kein Wunder, dass man den Wiederaufbau im Gazastreifen nicht sehen kann. Er findet unterirdisch statt.

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Waffenschmuggel hat Prioritaet vor Wiederaufbau


In Martin Gehlens Ruehrstueck zur Lage im Gazastreifen im Tagesspiegel war auch zu lesen, dass Hamas zwar Waffen schmuggeln kann, aber kein Interesse daran hat, Materialien fuer den Wiederaufbau durch die Tunnel zu bringen:

Einer ist Abu Halid, wie er sich nennt. Er hat ein gutmütiges, rundes Gesicht, lacht gerne und wäre unter anderen Umständen wohl ein netter Kerl geworden. Seit 2003 gehört er zu den Qassam-Brigaden, dem militärischen Arm der Hamas. Den Krieg hat er mit Datteln, Dosenfleisch und Wasser in Militärtunneln unter der Erde verbracht. Über der Erde war und ist er Polizist, in dem makellosen, schwarzen Lederetui hat er nicht etwa eine Geige, sondern eine Kalaschnikow, die er mit zwei schnellen Handgriffen auseinander klappt. „Wir glauben nicht, dass der Krieg beendet ist – er wird weitergehen“, sagt er. Seine Einheit trainiere bereits an neuen Waffen – panzerbrechende Geschosse chinesischer Produktion, Stinger-Raketen und Scharfschützengewehre. Und in den Raketenschmieden unter Tage basteln seine Mitstreiter an Raketen, die angeblich bis Tel Aviv fliegen können.

(Hervorhebung von mir)

Gehlen behauptet, dass auch Israel keinen Zement in den Gazastreifen gelassen habe,was unwahr ist.

Unter internationalem Druck hat Israel am 29. Juli folgende Lieferungen in den Gazastreifen genehmigt:
310 Tonnen Zement fuer eine Getreidemuehle und die Renovation des britischen Soldatenfriedhofs.
60 Tonnen Eisen und
Maschinen, beides ebenfalls fuer die Getreidemuehle
120 Tonnen Zement
25 Tonnen Treibstoff
Metalrohre, fuer eine Abwasseranlage

Inzwischen berichtet der Geheimdienst, dass Hamas einen Teil des Zements beschlagnahmt hat und ihn statt Getreidemuehle, Abwasseranlage und Soldatenfriedhof beim Bau von Schmuggeltunnels verwendet.

Ich bin schockiert, schockiert.

Uebrigens berichtet Arutz7 auch, dass Israel 3000 Kaelber in den Gazastreifen liefert, damit die Menschen dort im bald beginnenden Fastenmonat Ramadan etwas Gutes zu braten haben.

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