Hyperventilation – genauer betrachtet


Alle im UN -Sicherheitsrat vertretenen Staaten ausser den USA haben Israel wegen der Erteilung von Baugenehmigungen in umstrittenem Gebiet verurteilt, darunter auch Deutschland.

Die europaeische Erklaerung faselt  von ethnischer Saeuberung:

According to the European countries, „The reported planning in the E1 area would risk cutting off East Jerusalem from the rest of the West Bank and could also entail the forced transfer of civilian population.“

E1 ist bekanntlich ein kahler Huegel. Also machte ich mich auf die Suche, was mit „forced transfer of civilian population“ gemeint sein koennte.

Anscheinend haben Journalisten eine Sippe Beduinen gefunden, die auf diesem Gebiet campen. Dabei handelt es sich nicht um irgendwelche Journalisten, sondern um das Team  der Webseite +972 Magazine, das  Israel als juedischen Staat ablehnt.

Obwohl dem Verfasser und dem +972 Magazin offensichtlich daran liegt, den antisemitischen Mythos vom Landraub zu bestaetigen, zeigen die Photos zum Artikel, dass es sich nicht um eine dauerhafte Siedlung handelt.

Das ist eine Beduinensippe, die noch immer als Nomaden lebt. Im Jahr 2010 wohnten laut Wikipedia 100 Beduinen in Khan Al-Ahmar.

Im Sueden Israels gibt es genuegend halbnomadische und sesshafte Beduinensippen:

So sieht die illegale Siedlung einer halbnomadischen Sippe in der Naehe von Dimona aus:

Und so sieht es aus, wenn Beduinen in einer legalen Siedlung sesshaft sind:

Der Unterschied ist mit blossem Auge erkennbar, nicht wahr?

Was die Ansprueche der Beduinen auf Landbesitz angeht und wie der Staat Israel damit umgeht, habe ich in einer mehrteiligen Serie beschrieben.

Haette die Jahali-Sippe in E1 irgendwelche Besitzurkunden wie in der Photounterschrift in der New York Times behauptet, so wuerde der Staat Israel den vollen Wert entschaedigen.

Ein aktuelles Beispiel findet sich in H’aretz. Der Tarabinstamm konnte mit Sicherheit keinen Nachweis bringen, dass das Land um Omer ihm gehoerte, er nahm Gewohnheitsrecht in Anspruch. Trotzdem erhielt jede Familie 180,000 NIS Entschaedigung und 1000 Quadratmeter Land an einem anderen Ort.  An dieser Stelle moechte ich daran erinnern, dass die hohen Wohnungpreise die sozialen Proteste im Sommer 2011 ausloesten. Juedische Familien wuerden sich die Finger lecken, so grosszuegig Baugrund und eine Startsumme fuer’s Bauen zu bekommen.

Die WELT hat die anti-israelische Proganda samt Haken geschluckt. Auf einmal werden aus einer Sippe mit ca. 100 Mitgliedern  2010, eine Bevoelkerung von 2500 Menschen, die angeblich seit Jahrzehnten dort leben! Mich hat die Recherche zu diesem Blogeintrag etwa eine Stunde gekostet, wobei ich zugegebenerweise den Vorteil habe, dass ich mich mit der Problematik um die Beduinen schon vorher befasst hatte. Aber haette Philip Kuhn nicht auch ein bisschen mehr Zeit und Sorgfalt investieren koennen?

Wegen derartiger Propaganda von interessierten Parteien und derartiger Schlampigkeit (bzw. willentlicher Blindheit), mit der sie geschluckt wird, warnt nun die EU vor ethnischen Saeuberungen.

Landraub in Israel!


Ein alter Mann hat die Ersparnisse seines Lebens dazu verwendet, sich im Sueden von Jerusalem ein Haus zu kaufen. Das war vor 16 Jahren und bis heute konnte er nicht einziehen. Eine Grossfamilie bestreitet seinen Rechtstitel an dem Eigentum. Zwar wurde dem alten Mann durch die verschiedenen Instanzen immer wieder Recht gegeben. Aber die Grossfamilie hat Besitz ergriffen und wohnt in seinem Haus, natuerlich ohne Miete zu zahlen. Das Gericht hat dem alten Mann auch das Recht auf Zwangsraeumung zugestanden, aber die Polizei behauptet, es fehle ihr am noetigen Personal, um die Raeumung durchzufuehren.

Wenn der alte Mann Araber waere und die Grossfamilie, die sein Eigentum besetzt, juedische Siedler, dann wuerden wir in der Sueddeutschen davon lesen. Jeff Halper haette einen grossen Bericht mit Photos auf der Seite von ICAHD usw. Aber der alte Mann ist Jude und die Besetzer sind Araber. Und deswegen berichten auch in Israel nur sog. „rechte“ Publikationen oder Blogger gelegentlich ueber den Fall.

Hier haben wir wieder die eigentliche Forderung der sog. „Progressiven“: Das Gesetz des Landes Israel soll nur fuer juedische Israelis gelten, arabische Nicht-Juden dagegen stehen ueber dem Gesetz.

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