Diskriminierung in Jerusalem


Vor einer Woche veroeffentlichte Y-Net einen Artikel, wonach die Regierung die Bauplaene fuer 1,500 Wohneinheiten in einem juedischen Viertel von Jerusalem, dessen Grund und Boden von 1948 bis 1967 von Jordanien besetzt war, aus politischen Gruenden auf Eis gelegt hatte: Israel freezing construction in East Jerusalem neighborhood

Heute veroeffentlich dieselbe Internetzeitung, dass 2,200 Wohneinheiten in einem arabischen Viertel in Jerusalem, ebenfalls auf ehemalis jordanisch besetztem Grund, genehmigt wurden. Plan approved for construction of 2,200 Arab homes in East Jerusalem Ausserdem werden bei dieser Gelegenheit Hunderte illegal gebauter Wohnheiten nachtraeglich genehmigt werden.

Arabische Buerger von Jerusalem koennen in sog. juedischen Vierteln wohnen und tun das auch.
Wenn aber juedische Buerger in arabische Viertel ziehen, muessen sie sich auf einiges gefasst machen:

Schon etwas aelter, belegt diese Studie von Justus Reid Weiner, dass Diskriminierung in Jerusalem allenfalls gegenueber juedischen Buergern  erfolgt.

Die Israelhasser Israelkritiker sind aber auch damit nicht einverstanden:

Armer Schelm Hoder


In meinem Blog habe ich auch ueber Hossein Derakhshan, alias Hoder geschrieben:

Berichterstattung in Ha’aretz und Jerusalem Post im Vergleich
Wer ist Hossein Derakhshan eigentlich?
Hossein Derakhshan – fortgesetzt
und noch einmal Hoder (Hossein Derakhshan)
Wie (manche) Konferenzen zustande kommen
Hossein Derakhshan (Hoder) stellt sich weiter bloss

Hoder hat unter falschem Namen in den Kommentaren zu „Wie (manche) Konferenzen zustande kommen“ mit mir diskutiert.

Mein Eindruck von ihm war und ist, dass er seine eigene Bedeutung gewaltig ueberschaetzt und immer im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen will. Wahrscheinlich war es fuer nicht leicht zu ertragen, im englischsprachigen Raum (Blogosphere) mehr und mehr durchschaut und daher weniger und weniger ernst genommen zu werden. Falls er sich von diesem Vorhaben eine Rueckkehr in die oeffentliche Aufmerksamkeit versprochen hat, so hat es gewirkt:
Iranian blogger arrested as Israeli spy

Orly Halperin

Houssein Derakhshan in downtown Jerusalem in 2006. Photo: Orly Halperin

Aber zu welchem Preis?

Sind „moderater Palaestinenser“ und „Heuchler“ Synonyme?


Ich will die Frage noch nicht endgueltig beantworten, tendiere aber dazu, sie zu bejahen. Ziad Khalil Abu Zayyad, mit dem ich auf seinem Blog auch schon zu diskutieren versuchte, ist ein gutes Beispiel:

Er stammt aus einer alteingesessenen pal. Familie. Man muss sich immer wieder mal klarmachen, dass die pal. Gesellschaft immer noch nach feudalen Prinzipien verfasst ist. Pal. Politiker in den hoeheren Raengen stammen in der Regal aus solchen Notabelnfamilien. Beispiele: Arafat selber gehoerte zu den Husseinis (wie der beruechtigte Mufti und natuerlich auch Faisal Husseini mit dem entlarvenden letzten Interview). Nusseibeh nimmt gar in Anspruch, dass seine Familie schon mit Mohammed in Jerusalem eingetroffen sei.

Ein Onkel von unserem Ziad, nach dem dieser wahrscheinlich benannt wurde, hatte auch schon politische Aemter in der PA inne. Er sass als Repraesent des Jerusalemer Districts im PLC, der pal. gesetzgebenden Versammlung. Sein Neffe bereitet sich offensichtlich auch auf eine politische Karriere vor, wie sein Studium der Politikwissenschaften nahelegt. Anthony Robbins hat zumindest bei Ziad mE ganz richtig einen potentiellen, kuenfitgen Palaestinenserfuehrer herausgepickt.

Sein letzter Beitrag Sixty Years of Nakbah and Israel Independence Day ist aber wieder mal ein ungenierter Griff in die Rumpelkiste pal. Propaganda. Er hat dann auch noch die Stirn, sich beleidigt zu geben, weil ich das „cheap propaganda“ nenne…

Auch seine Haltung zum Iran scheint mir charakteristisch in ihrem widerspruechlichen Ansatz. Der Hauptpunkt auch bei Ziad scheint zu sein, dass es gegen Israel geht. Dann ist er bereit, sich auch dem Iran anzubiedern, obwohl er mit Sicherheit viel besser weiss als ich, was ihn und Familien wie die seine unter einem iranisch affilierten Regime, wie es die Hamas im Gazastreifen betreibt, erwarten wuerde.

crossposted bei Freunden der Offenen Gesellschaft

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