Reiskrise in Israel angekommen


Manchmal merkt man eben doch, dass Israel in Asien liegt.

Als ich gestern im Supermarkt unseres Viertels das Noetigste einkaufte (jetzt nach Pessach vor allem Chametz, also Brot, Nudeln, Mehl), waren die Regale mit dem Reis schon leer gefegt. Nur ein paar Pakete einer ausgefallenen Reismischung standen noch hinten an der Regalwand. Ein neues Preisettikett war so schlampig daraufgeklebt worden, dass man den alten Preis noch gut lesen konnte: Von 15.90 war der Preis auf 22.90 angehoben worden, ein Anstieg von 44%.

Das ist wohl nicht das Ende der Fahnenstange. Was uns angeht, koennen wir die steigenden Preise verkraften, solange mein Mann und ich gesund sind und arbeiten koennen. Aber auch in Israel gibt es Familien, bei denen die steigenden Kosten fuer Nahrungsmittel ein Loch ins Familienbudget reissen.

Dieser Ansatz sollte vertieft werden. Dabei handelt es sich um bereits existierende Lebensmittel, die vor der Verschwendung bewahrt werden.

Ich nehme an, dass der israelische Erfindergeist gerade auch in der Landwirtschaft gute Ansaetze fuer die derzeitige Krise finden wird. Vom Luxus „bio“ und „organisch“, der auch in Israel von den „Zfon Tel Avivim“ (Bewohnern des reichen Tel Aviver Norden und pars pro toto fuer eine bestimmte Weltanschauung und Lebensweise) gepredigt wird, sollte man wieder Abstand nehmen.

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