Der Attentaeter von Beer Sheva: Ein Beduine vom Stamm Hura


Die Angehoerigen des Beduinnen Stamms Hura leben in Hura, knapp 20 km von Beer Sheva entfernt und gilt eigentlich als Erfolgstory.
Update: Anscheinend lebt die Familie des Attentaeters nicht in Hura selbst, sondern in einem nicht anerkannten Dorf neben Hura.

Hura

Hura im Fruehling – jetzt ist das Land braun und beige ohne den huebschen Gruenschimmer.

Wir fahren oft dort vorbei. In Zeiten der Kommunalwahlen fiel mir immer wieder auf, dass sehr viele gruene Fahnen gehisst waren, die an die Hamas-Flagge erinnert, aber fuer die Islamische Bewegung in Israel steht.

Fahnen der Islamischen Bewegung in Israel. Auf den Photos ist der Fuehrer des noerdlichen Zweigs zu sehen, der notorische Scheich Raed Salah oder Saleh

Hamas-Fahne

Die Oslovertraege fuehrten zu einer Spaltung der Islamischen Bewegung in Israel. Der suedliche Zweig unter dem Gruender Abdullah Nimr Darwish unterstuetzte den Friedensprozess. Der noerdliche Zweig unter Raed Salah gesteht dem Staat Israel kein Existenzrecht zu und lehnte den Friedensprozess daher ab. Die beiden Fluegel spiegeln die Mutterorganisation Hamas in verschiedenen Phasen wider: Im Sueden haelt man sich noch an die Zeiten, als Hamas vor allem eine Organisation fuer Wohltaetigkeit und islamische Erneuerung war, waehrend der Norden Hamas in der Entwicklung zur Terrororganisation folgt. Wohlbemerkt hueten sich aber auch die Anhaenger des noerdlichen Zweigs in Israel Anschlaege zu verueben. Man beschraenkt sich auf die Unterstuetzung der Hamas und deren Terroristen.

Ich fuerchte, in Hura gibt es Anhaenger der Islamischen Bewegung, die mit Darwish unzufrieden sind und lieber einen Fuehrer wie Salah haetten. Vor einem guten Jahr, als Hamas in etwa gleichzeitig mit der Entfuehrung und Ermordung von Naftali Frenkel (16, aus Nof Ayalon), Gilad Shaer (16, aus Talmon) und Eyal Yifrah (19, aus Elad) und dem grausamen Rachemord an Mohammed Abu Khdeir (15 aus Ostjerualsem) die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen eroeffnete, randalierten auch einige Einwohner von Hura. Mir hat das damals einen Schock versetzt, weil das Zusammenleben von Juden und Beduinen im Sueden eigentlich gut klappt.

Im Februar diesen Jahres kam es zu einem schrecklichen Unfall bei Lehavim. Auf der damals noch zweispurigen Strasse kam ein Transporter mit einem Bagger einem Bus entgegen. Der Bagger war so geladen, dass die Schaufel ueberstand. Sie schnitt in den Bus und riss 8 Frauen den Kopf ab. Diese Frauen stammten aus Hura und kamen von einem Ausflug zur Al-Aksa-Moschee in Jerusalem zurueck:

The bus was carrying female worshipers who were at Al-Aqsa Mosque in Jerusalem’s Old City as part of an Islamic Movement project. The Islamic Movement’s northern branch organizes daily visits of Israel Arab Muslims to the Al-Aqsa mosque compound in order to increase Muslim presence at the holy site.
The daily buses depart early in the morning and return in the afternoon. The women killed in the crash were returning to their homes in the northern Negev, where many Bedouin towns and villages are located.

Fuer mich war auch das ein Hinweis, dass die anti-israelische Position der noerdlichen Islamischen Bewegung auch in Hura zunehmend Zulauf findet. Die gewuenschte, verstaerkte muslimische Praesenz auf dem Tempelberg hat naemlich mit Andacht und Gebet eher weniger zu tun. Gerade die Frauen werden speziell dafuer eingesetzt, nicht-muslimische Besucher einzuschuechtern, weil die israelische Polizei ihnen gegenueber vorsichtiger hantiert als gegenueber Maennern.

Im Sommer gelang es dem Inlandsgeheimdienst, in Hura eine Zelle des IS zu verhaften, ueberwiegend Lehrer, die auch versuchten, ihre Schueler fuer den Islamischen Staat zu rekrutieren.

Ich fuerchte der Attentaeter, Muhaned Al-Okabi (21) ein Beduine mit israelischer Staatsangehoerigkeit aus Hura, ist ein weiterer Hinweis darauf, dass die extremen Positionen der Hamas und des noerdlichen Zweigs der Islamischen Bewegung in Hura Zulauf finden.

Police arrested one of his family members overnight, who is suspected of having aided him in planning and carrying out his attack.

The terrorist’s mother hails from Gaza, but she was allowed into sovereign Israeli territory after marrying an Arab citizen of Israel as part of the family reunification policy.

Update: Die Fuehrer der Beduinen im Negev verurteilen das Attentat in aller Klarheit, ganz anders als die arabischen Abgeordneten in der Knesseth.

Die Kinder von Beit Hanina


Beit Hanina ist ein Viertel im Norden von Jerusalem (auch wenn politscherweise immer von Ostjerusalem gesprochen wird, weil es sich um Land handelt, das von 1948 bis 1967 von Jordanien besetzt war). Dabei handelt es sich um ein gepflegtes Viertel fuer den gehobenen Mittelstand, wie sich leicht auf diesen Bildern ueberpruefen laesst.

Durch die Strassenbahn ist Beit Hanina mit dem Rest von Jerusalem verknuepft. Die Einwohner haben blaue, israelische Personalausweise, koennen jederzeit die israelische Staatsbuergerschaft beantragen und sind auch ohne diese zur Teilnahme an den Kommunalwahlen in Jerusalem berechtigt.

Die Jerusalemschule in Beit Hanina war Ha’artez vor drei Jahren einen Artikel wert, weil dort auch juedische Israelis unterrichten duerfen und zum Frieden erzogen werden soll. Uebrigens bestaetigt auch dieser Artikel, dass Beit Hanina alles andere als ein Slum oder ein Ghetto ist.

Heute kamen zwei Cousings Brueder, 13 und 15 Jahre alt aus Beit Hanina ins benachbarte Viertel, Pisgat Zeev, das ueberwiegend von juedischen Israelis bewohnt ist. Dort trafen sie einen 13jaehrigen Buben, der mit dem Fahrrad unterwegs war. Nach anderen Berichten hatte er sich gerade Suessigkeiten gekauft und wollte wieder auf’s Rad steigen, als er angegriffen wurde. Die beiden arabischen Cousins stachen mit langen Messern wiederholt auf ihn ein. Ein Passant wollte eingreifen, die beiden rannten weg, wobei der Juengere von einem Auto erfasst wurde. Nach einer anderen Variante lenkte ein vorbeikommender Autofahrer seinen Wagen in den juengeren Cousin . Der grosse Cousin kuemmerte sich nicht um seinen kleinen Cousin, sondern rannte weiter, um als naechstes einen 21-Jaehrigen anzugreifen und schwer zu verletzen, bevor er seinerseits von der Polizei erschossen wurde. Das erste Opfer, der 13-jaehrige Bub schwebt zwischen Leben und Tod. Auch der 21-jaehrige kaempft um sein Leben. Nach den letzten Nachrichten konnte sein Zustand stabilisiert werden. Der 13-jaehrige Angreifer liegt ebenfalls schwer verletzt im Krankenhaus.

Auch anderswo gab es Kinder, die auf brutale Weise mordeten. Aber mir faellt auf Anhieb keine andere Gesellschaft ein, in der Kinder dazu erzogen werden. <a href=”https://fbcdn-video-f-a.akamaihd.net/hvideo-ak-xap1/v/t43.1792-2/12069272_761011277378776_1906336628_n.mp4?efg=eyJybHIiOjE1MDAsInJsYSI6MTQwMiwidmVuY29kZV90YWciOiJoZCJ9&rl=1500&vabr=885&oh=d41396ef0bb1f8d61fc3d92b6d02f019&oe=561C2D90&__gda__=1444690667_eaf677975e0406f0715b873850391684

Bei dieser Gelegenheit moechte ich noch einmal die israelische Skala erklaeren:

lebensgefaehrlich – wird meistens nur als Umschreibung fuer “noch nicht klinisch tot” verwendet. Wenn jemand eine solche Verletzung lebend uebersteht, spricht man von einem Wunder.
schwer – fuer alle Verwundungen, die zwar lebensgefaehrlich sind, aber eine reale Chance zum Ueberleben beinhalten.
mittel – Verletzungen, die das Leben nicht bedrohen, aber bleibende Schaeden nach sich ziehen, die den Betroffenen daran hindern, je wieder ein ganz normales Leben zu fuehren. (Verluste von Gliedmassen, Laehmung, Erblindung, Hoerverlust etc.)
leicht – alle anderen physischen Verletzungen. Vom Verlust eines Auges, Fingern oder der Hoerfaehigkeit in einem Ohr bis zur Schnittwunde
Schock – jede nicht physische Verletzung. Menschen, die solche Traumata erlebt haben, koennen oft ueber Jahre hinweg nicht normal leben.

Das ist der Polizist, der in Maale Adumim die Attentaeterin mit dem Gaskanister im Auto aufhielt. Er wird als “leicht verletzt” eingestuft.

Update: Die Palaestinensische Autonomiebehoerde, Fatah und die “Israelkritiker” weltweit arbeiten gerade heftig daran, den toten 15-jaehrigen Terroristen zur Ikone zu stilisieren: Ein weiteres palaestinensisches Kind, das von Israel kaltbluetig ermordet worden sei. Mohammed Dura laesst gruessen. 

Verdammt, wenn sie es tun


Dieser Text von Ralph Peters in der New York Post hat mir so gut gefallen, dass ich ihn in voller Laenge uebersetzt habe, sogar mit Umlauten!

Verdammt, wenn sie es tun

aber Israel ist tot, wenn sie es nicht tun

Tote Juden haben keinen Nachrichtenwert, aber das Töten von Terroristen bringt die Aktivisten weltweit in Rage. Am Samstag begann Israel machtvoll zurückzuschlagen gegen seine Peiniger. Jetzt ist Israel der Schurke. Mal wieder.

Wie lange wird es dauern, bis die UNO Generalversammlung eine internationale Holocaustfeier einführt?

Israels Luftangriffe auf unbestrittene terroristische Ziele der Hamas im Gazastreifen waren überfällig, sorgfältig geplant und präzise durchgeführt. Bis jetzt ist dieser Gegenschlag ein Lehrbuchbeispiel für postmoderne Luftwaffeneinsätze.

Anstatt mitten in der Nacht leere Gebäude zu bombardieren in der Hoffnung, damit blutrünstige Monster in friedensliebende Blumenbinder zu verwandeln – die Version der US-Luftwaffe von “Schock und Erfurcht” – hat sich die Israelische Armee daran gemacht, Terroristen zu töten.

Diesen Teil der Mission haben die israelischen Luftangriffe anscheinend erfüllt. Während ich schreibe, werden etwa 300 tote Terroristen aus dem Gazastreifen gemeldet. Inzwischen bemüht sich die Propagandamaschine der Hamas zu beweisen, daß 20 Zivilisten unter den Toten sind.

Angesichts der Tatsache, daß Hamas entsprechend terroristischer Praxis seine Kommandozentralen, Waffenlager und Übrungsplätze mitten in dicht bewohnte zivile Gebiete platziert, belegen diese Ergebnisse, daß die IDF unterstützt durch erstklassige Geheimdienstinformationen wohl eine Welle der akkuratesten Angriffe der Geschichte gefolgen hat, mit einem Verhältnis von 15 toten Terroristen auf einen getöteten Zivilisten.

Die schlechte Nachricht: das wird nicht reichen. Israel hat der Hamas einen schmerzhaften Schlag versetzt, aber keinen K.O. Die einzige Möglichkeit, eine solche Terrordrohung auch nur für eine begrenzte Zeit auszuschalten, wäre eine Bodenoffensive, bei der jedes Zimmer, jeder Keller und jeder unterirdische Gang in diesem Gebiet durchforstet wird.

Das würde hohe israelische Verluste bedeuten und natürlich die Verurteilung Israels durch jede selbstgerechte, korrupte und bigotte Organisation von Turtle Bay (Hauptquartier der UN in New York) bis Teheran.

Worin bestehen denn Israels “Verbrechen”? Nicht darin, palästinensisches Land zu rauben, sondern das Land fruchtbar zu machen, wodurch die Unfähigkeit und Faulheit der arabischen Kultur ausgestellt wurde.

Israels Verbrechen ist nicht, daß es gegen Terror zurückschlägt, sondern daß es Jahr für Jahr demonstriert, wie ein Land im Nahen Osten regiert werden kann, ohne auf Terror zurückzugreifen. Israels Verbrechen ist nicht, daß es Arabern Rechte verweigert, sondern daß es auf Menschenrechte für Frauen und Minderheiten besteht.

Israels Verbrechen besteht darin, daß es eine funktionierende Demokratie geschaffen hat, wo 5000 Jahre lang Tyrannei herrschte. Israels Verbrechen ist sein Überleben trotz der schlechten Chancen, während Legionen arabischer Nationalisten, islamistischer Extremisten und westlicher Linken jeden Juden tot sehen wollen.

Aber Israels größtes Verbrechen war, den globalen Opferkult bloßzustellen, zu beweisen, daß mit harter Arbeit, Ausdauer und Mut auch die größten Katastrophen der Geschichte überwunden werden können.

War es ein Verbrechen, den Gazastreifen der PA zu überlassen, dem Frieden eine Chance zu geben? Schaut Euch an, was Israel im Gegenzug bekommen hat, als es Land für Frieden tauschen wollte.

Laßt uns nie die grundlegende Wahrheit vergessen. Zwar sehnt sich Israel danach in Frieden mit seinen Nachbarn zu leben, aber diese Nachbarn geben öffentlich zu Protokoll, daß sie Israel vernichten und seine Bevölkerung ausrotten wollen.

Der arabische und regionale Neid gegenüber Israel ist so allumfassend, so notwendig, um die arabische Kunst des Versagens zu entschuldigen, daß auch diese zielgenauen Luftangriffe kaum eine Kerbe in die Terrordrohung schlagen werden.

Wenn Israel keine langfristige Bodenoffensive durchführt – und tausende IDF Reservisten sind mobilisiert -, dann wird es bestenfalls eine vorübergehende Atempause von den Terrorangriffen geben. Sogar eine erneute Besetzung des Gazastreifens könnte das Problem nicht vollständig lösen.

Wir behüteten Amerikaner wollen nicht verstehen, daß es bei religiösen und ethnischen Konflikten oft keine gute Lösung gibt und nicht einmal eine schlechte, abgesehen von wirklich barbarischen Aktionen.

Nur selten führt ein Konflikt zu andauerndem Frieden. Unabsichtige Nebenwirkungen überwiegen. Manchmal muß nur um Zeit, eine Atempause gekämpft werden oder darum, die Absichten des Feindes eine Zeitlang zu vereiteln.

Mit dieser Situation sieht sich Israel konfrontiert: Keine Hoffnung auf einen ultimativen Sieg, sondern ein ständiger Kampf ums’s Überleben. Feinde, die sich von ihrem Gott beauftragt fühlen, können nicht beschwichtigt werden. Für vom Glauben getriebene Terroristen, wie der harte Kern der Hamas, ist der Kampf gegen Israel ein Nullsummenspiel. Kompromiss kann höchstens als Mittel zum Ziel eingesetzt, nie als Endzustand akzeptiert werden.

Was werden wir in den nächsten Tagen sehen? Viel hängt von Israels Entschlossenheit ab. Das wahrscheinlichts Szenarion ist, daß Hamas noch ein paar Wochen Raketen abschiessen wird, um den verletzten Stolz zu lindern und das Image des “Widerstands” aufrecht zu erhalten, aber schließlich seine Angriffe auf Israel einstellen wird, um die Führungsriege wieder aufzubauen und das Waffenarsenal wieder aufzufüllen.

Israel wird Zeit gewonnen haben, nicht Frieden.

Was hätte Israel besser machen können? Es ist unerläßlich, die Topleute der Terroristen aus dem Verkehr zu ziehen.

Aber die Israelische Regierung zögert die Hamasführung, die sich feige in Damaskus verstehen, und sogar die Hamasführer, die im Gazastreifen geblieben sind, anzugreifen.

Für Terrorbosse sind Offiziere und Fußvolk entbehrlich und ersetzbar. Man kann nicht nur die Kämpfer töten. Man muß die bekannten Namen erwischen.

Wir mögen Mitleid mit der durchschnittlichen palästinensischen Familie haben, die von Generationen korrupter Führer ausgebeutet wurden und nun in eine neue Runde der Gewalt geraten sind. Aber laßt uns nicht vergessen: Israel hat keine Tausende von blinden Rakten in palästinensisch Städte gefeuert, Israelische Selbstmordattentäter jagen keine arabischen Restaurants und Bushaltestellen in die Luft. Israel versucht Zivilisten zu schonen, während Hamas so viele Zivilisten wie möglich töten will.

In einer Welt ohne gute Antworten hat Israel gerade so gut wie möglich reagiert. Die Haltung der Welt? “Was, die Juden wagen es, sich zu verteidigen!”

Die Menschheit macht keine Fortschritte. Sie wechselt nur die Kleider.

Waffengesetze und Gewaltverbrechen


Vor knapp zwei Jahren habe ich mich unter dem Eindruck des Amklaufs am Virginia Tech damit beschaeftigt, der Korrelation von Waffengesetzen und Gewaltverbrechen nachzuspueren.

Meine Schlussfolgerung war, dass es allenfalls eine schwache Korrelation gibt und die umgekehrt zu den ueblichen Erwartungen: Die Verbreitung von Waffen in der Bevoelkerung scheint mit weniger Gewaltverbrechen zu korrelieren.

Die wenigen Terroristen in Mumbai konnten auch deswegen ein solches Blutbad anrichten, weil es in Indien so gut wie keine Waffen in privater Hand gibt.

Kindergaertnerin als Terroristin


Nur Arutz Sheva berichtet ueber diese Verhaftung. Da aber Name und Stadt angegeben sind, die Daten also sehr leicht ueberpruefbar sind, ist davon ausgegangen werden, dass der Fall korrekt wiedergegebn wird.

Samiya Abu-Ghanem ist 21 Jahre alt. Sie wollte studieren, in der Zwischenzeit verdiente sie als Assistentin einer Kindergaertnerin etwas Geld. So weit, so schoen. Ich kann mir ohne weiteres, eine warmherzige junge Frau vorstellen, vergoettert von den Kindern, geschaetzt von den Eltern. Sie lebte und arbeitete in der gemischten Stadt Ramle, wo Juden mit einer signifikanten arabischen Minderheit zusammenleben. In den Nachrichten und in meinem Blog kam Ramle zuletzt vor, weil die Frauen ihrer Sippe der Abu-Ghanem, sich gegen die haeufigen Ehrenmorde zu wehren begannen.

Aus einem Grund, den ich nicht kenne, gingen die Rekrutierer der Al-Aksa-Brigaden davon aus, dass Samiya ein lohnedes Ziel sein koenne. Sie hatten Recht. Samiya liess sich anwerben. Sie sollte mithelfen, einen juedischen Israeli zu entfuehren und einen Selbstmordattentaeter zum geplanten Tatort zu bringen. Dann griff der Shin Bet (Sherut Bitachon – Sicherheitsdienst) ein und verhaftete Samiya.

Ob Samiya erpresst wurde? Hatten die Al-Aksa-Leute etwas gegen sie in der Hand, weswegen sie “geehrenmordet” werden konnte?

Das T-Wort


Paul13 auf “No Blood for Sauerkraut” hat heute einen schoenen Text dazu, auf wen westliche Medien das T-Wort anwenden und auf wen nicht.

Mir faellt zum selben Thema bei der Epoch Times etwas auf: Sucht man dort mit dem Wort “Terrororganisation”, stellt sich schnell heraus, dass Al Kaida anscheinend die Markenbezeichung fuer sich reservieren konnte. Zu Hisbollah wird vermerkt, dass die USA sie als solche sehen, aber die EU nicht. Ausserdem rutschen noch Islamischer Jihad und Asar el-Islam mit einer einzigen Nennung in diese Kategorie, Hamas kein einziges Mal, von so moderaten Gruppen wie den Al-Aksa-Brigaden ganz zu schweigen.

Aber es gibt noch einen Fall, wo die Bezeichnung offensichtlich keinem Zweifel unterliegt:

Vater von Obamas neuem Stabschef war Mitglied einer Terrororganisation

Und im Aufreisser heisst es:

Der Vater vom Stabschef des gewählten Präsidenten Barack Obama war ein Mitglied einer der skrupellosesten Terrororganisationen der Welt, verantwortlich für die Tode vieler britischer Soldaten und unschuldiger Zivilisten im damaligen Palästina. Diese höchst beschämende Enthüllung wird die Debatte bezüglich seiner eigenen früheren Verbindungen zu radikalen Gruppen, die die Wahlkampagne Obamas ständig begleitet hatten, sicher weiter anheizen.

Hier erfahren wir also, dass ETZEL (Irgun Zvai Leumi = Nationale Wehrorganisation) Al-Kaida wohl hinter sich laesst, was Skrupelosigkeit und Opferzahlen angeht. Wer weiterliest, findet im ersten Absatz, woher diese abenteuerliche Einschaetzung stammt. Der britische (!) Geheimdienst hat damals (!) die gegen die britische Mandatsregierung aktive Gruppe so eingeschaetzt. Relativiert die Sache ein bisschen, nicht wahr?

Kurz bevor Großbritannien 1947 schließlich aus Palästina abgezogen wurde – und den Weg pflasterte für die Gründung von Israel

Tststs und ich hatte gemeint, dass Grossbritannien das Mandat ausdruecklich erhalten hatte, um dort eine nationale Heimstatt fuer Juden auf den Weg zu bringen.

Als Erben der Philisophie des zionistischen Eiferers Vladimir Jabotinsky haftet die Irgun-Gruppe dem Traum eines jüdischen Staates vom Jordan bis zum Suezkanal an. Um ihn zu verwirklichen, hat die Gruppe zu den Waffen gegriffen. Ihre Insignien waren ein Gewehr, das mit geballter Faust emporgehalten wird, umrandet von dem Motto „nur das”.

Und hier formuliert der Autor, als ob Etzel weiterhin existierte und aktiv sei. Kleines Update: Ben Gurion hat die Organisation bereits im Juni 1948, also Tage nach der Staatsgruendung, aufgeloest, und Etzel liess sich gewaltlos aufloesen…

Terror in Jerusalem (mal wieder)


Gestern abend hat ein 19jaehriger Araber aus demselben Jerusalemer Vorort, aus dem auch der Moerder des Yeshivaanschlags stammte, sein Auto in eine Menschenmenge gesteuert und dabei 17 Menschen verletzt, einige davon schwer.

Elder of Ziyon hat ein paar Reaktionen aus der Fatahpresse, sie sind durchweg positiv.

Nun wird ueber die Motive spekuliert. Ma’an berichtet, dass eine bisher unbekannte Organisation “Nisour Al-Jalil” den Terroranschlag fuer sich reklamiere. Gleichzeitig weiss man bei Ma’an aber schon genau, dass diese unbekannte Gruppe zum Islamischen Jihad gehoert und dass es sich um eine “natuerliche Reaktion” handle:

The militant group affiliated with Islamic Jihad said the operation was “a natural reaction to the ongoing Israeli atrocities against the Palestinian people,” according to a statement obtained by Ma’an.

Hamas sieht das genauso.

In Y-net mutmasst Hanan Greenberg, dass der junge Mann sich aus unerwiderte Liebe zu dem Attentat entschloss. Dort erfahren wir auch, dass das Mordwerkzeug ein schwarzer BMW war.

Die Jerusalem Post hat noch etwas mehr Information zum Auto:

He left his east Jerusalem home with the car that his parents had bought him and which was to be his when he got his driver’s license, and went on the rampage.

Hier wird uns wieder einmal schlagend vorgefuehrt, dass Armut zu Terror fuehrt. Wahrscheinlich handelte es sich um ein gebrauchtes Fahrzeug anstatt um einen neuen BMW.

Ganz zufaellig fand das Attentat auch im Heiligen Fastenmonat Ramadan statt, obwohl der Widerspruch zur “Religion des Friedens” so eklatant ist, dass nur von einer anti-islamischen Aktion die Rede sein kann.

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