Grenzziehung Deutschland fuer Zollzwecke


(Aufloesung hier)

Dass Preussen 1870 einen aggressiven Angriffskrieg gegen Frankreich vom Zaun brach, wird niemand in Zweifel ziehen wollen. Zu bekannt ist die Emser Depesche, mit der Bismarck den Krieg erzwang.

Die westliche Welt ist sich einig, dass Gebietsgewinne aus solchen Kriegen voelkerrechtswidrig sind. Die Frage Elsass-Lothringen hat sich nach dem 2. Weltkrieg wohl erledigt.

Uebersehen wird aber, dass Elsass-Lothringen keineswegs der einzige Gebietserwerb war, den Preussen im Krieg 1870/71 erzielte. Man erinnere sich an den Spiegelsaal. Das dort gegruendete Deutsche Reich umfasste einige Gebiete, die vorher keineswegs preussisch gewesen waren. Ohne den Sieg in diesem voelkerrechtlich illegalen Angriffskrieg haetten diese deutschen Staaten sich niemals von Preussen einverleiben lassen. Aus meiner Muencher Studienzeit weiss ich, dass Bayern bis heute unter der preussischen Besatzung und vor allem auch unter den preussischen Siedlern leiden.

Preussen innerhalb des Deutschen Reichs 1871

Ich muss es versierten Buerokraten ueberlassen, zu klaeren, ob und welche Ostgebiete heute noch als urspruenglich preussisches Gebiet behandelt werden koennen. Eindeutig jedoch erscheint, dass Waren, die im besetzten Sued- und Mitteldeutschland hergestellt wurden, unmoeglich nach den Zolltarifen behandelt werden koennen, wie sie der preussische Nachfolgestaat erhaelt. (Siemens, Mercedes, BMW usw.)

Ich gehe davon aus, dass bei den wichtigsten Handelspartnern bereits Sachverstaendige dabei, die voelkerrechtlich einwandfreien Zollgrenzen Deutschlands zu erarbeiten. (hattip Lizas Welt)

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