Shavuot – mein liebstes Fest


fand dieses Jahr im Schatten des Raketenterrors aus dem Gazastreifen statt.

Eine Freundin hatte unsere Familie fuer Sontag abend zum Abendessen eingeladen. Sie wohnt nur 20 Autominuten von Beer Sheva entfernt, aber wegen Corona haben wir uns lange nicht gesehen.

Unsere juengere Tochter aber machte sich Sorgen, die Fahrt zu unseren Freunden fuehrt an Hura vorbei, und dort gab und gibt es immer wieder mal Krawalle.

Dann hat meine Freundin uns angeboten, das Treffen stattdessen am Mittag des Festtags zu machen. Dann muessen wir nicht in der Dunkelheit an Hura vorbeifahren und sind sicherer.

Wahrend wir mit unseren Freunden feierten, fielen weitere Raketen auf Beer Sheva, und ein Beduine versuchte einen Anschlag auf eben der Kreuzung, die wir erst vor kurzem passiert hatten.

Mich bedrueckt sehr, dass juedische Israelis nun jeden muslimischen Mitbuerger als potentiellen Feind betrachten muessen. Noch vor kurzem hatte ich geglaubt, dass wir zusammenwachsen. Unsere Wocheneinkaeufe machten wir in der hiesigen Niederlassung einer arabischen Kette. Dort gab es im Dezember Weihnachtsdekorationen fuer die russischen Kunden, dann zu Pessach alles, was dieses Fest schmueckt, anschliessend Dekorationen und Suesswaren fuer Ramadan. In dem Laden arbeiten Muslime und Juden zusammen, die Kundschaft ist genauso gemischt, und alle sind freundlich zueinander.

Sollte ich dort wieder einkaufen gehen, werde ich dabei ein anderes Gefuehl haben.

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